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Lokales Ruhezone im Leipziger Clara-Zetkin-Park: Uferterrasse am Inselteich ist wieder frei
Leipzig Lokales Ruhezone im Leipziger Clara-Zetkin-Park: Uferterrasse am Inselteich ist wieder frei
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17:33 19.07.2017
Macht es sich im Park bequem: Bürgermeister Heiko Rosenthal.  Quelle: Foto: A. Kempner
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Leipzig

 Karpfen wurden im entschlammten Gewässer schon im Herbst eingesetzt. „Mal sehen, was wir fangen“, sagt Michael Binder vom Anglerverband Leipzig. Der bewirtschaftet den Inselteich im Clara-Zetkin-Park, der MIttwoch nach nahezu anderthalbjähriger Sanierung von Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) freigegeben wurde. Dort sind Uferbereiche, die Stützmauer, die Böden sowie die kleine Inselteichterrasse instand gesetzt worden. Das war nach dem Hochwasser im Juni 2013 notwendig, bei dem diese beschädigt worden waren. „Die beliebten Uferterrassen sind, neben dem 2015 sanierten Staudengarten hinter dem Schachzentrum, eine der wichtigsten Ruhezonen in der weitläufigen Anlage des Clara-Zetkin-Parks“, sagte Rosenthal.

Seit Mittwoch ist ein beliebter Teil des Clara-Zetkin-Parks wieder für Besucher freigegeben. Die Sanierung der Uferbereiche des Inselteichs und der kleinen Inselteichterrasse sind abgeschlossen.

Dabei sind innovative Technologien eingesetzt worden, um die Uferlinie des Inselteichs, die vorher stark ausgewaschen und zerklüftet war, zu sanieren. Es kamen Xylit-Walzen zum Einsatz, um die gestalterischen Ansprüche der Gartendenkmalpflege sowie gewässerökologische Anforderungen wie Verbesserung der Wasserqualität miteinander in Einklang zu bringen. Kranke Bäume mussten gefällt werden, sind aber durch Nachpflanzungen ersetzt worden. Vandalen hatten allerdings mehrere Pyramidenpappeln auf der Teichinsel kurz nach der Pflanzung abgebrochen. Im Herbst folgen weitere Bäume. Insgesamt kostete die Baumaßnahme rund 270 000 Euro.

 Neu sind auch Bänke, die die Stiftung „Bürger für Leipzig“ über eingeworbene Patenschaften beisteuert. So sichert die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH für die nach historischem Vorbild (1960er Jahre) aufgestellten Bänke den Erhalt und die Pflege für die Dauer von zehn Jahren. Seit 2013 konnten 40 Paten für Bänke im öffentlichen Grün gewonnen werden. „Eine Bankpatenschaft ist ein schönes Geschenk. Viele wollen auch gern an einen lieben Menschen erinnern“, warb Dietmar Röhl von der Stiftung „Bürger für Leipzig“ um Nachahmer.

„Kleinere und größere Baustellen werden auch in Zukunft zum Bild der Parkanlage gehören“, kündigte Rosenthal an. Derzeit läuft noch die Sanierung eines riesigen unterirdischen Abwasserkanals entlang der Parkbühne und des Glashauses. Für diese Baumaßnahme der Leipziger Wasserwerke sind einige Wege gesperrt. Derzeit wird das Abwasser streckenweise über eine oberirdische Ersatzleitung transportiert. Der Kanal verbindet den Leipziger Süden und Südosten mit dem Klärwerk im Rosental. Begonnen hat zudem der Ausbau weiterer Wege.

Wie es weitergeht, wird der Stadtrat am 23. August mit dem Zukunftskonzept für Leipzigs größte Parkanlage beschließen, das auch im Vorfeld umfangreich mit Bürgern diskutiert wurde. „Für uns ist es eine Verpflichtung, den Zustand dieser einmaligen Anlage zu erhalten und sie weiterzuentwickeln“, betonte der Umweltbürgermeister. Dies sei auch wegen der wachsenden Einwohnerzahl notwendig, die einen höheren Druck auf „grüne Oasen“ nach sich ziehe. So laufe die Fairnesskampagne „Unser Park“, die Nutzungswünsche verschiedener Gruppen in Einklang bringen soll. Wie berichtet, ist der Park in Zonen aufgeteilt – die etwa festlegen, wo Liegewiesen und Ballspiele möglich sind. Planerisch wird 2017 die „Fairnesszone Anton-Bruckner-Allee“ auf den Weg gebracht, die Markierung auf dem Asphalt erfolgt zum Saisonstart 2018.

Von Mathias Orbeck

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