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Lokales Rund 1000 Dieselfahrzeuge fahren für die Stadt Leipzig
Leipzig Lokales Rund 1000 Dieselfahrzeuge fahren für die Stadt Leipzig
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22:55 01.03.2018
Die Stadt Leipzig stellt am Freitag einen neuen Luftreinhalteplan vor. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Leipzig will Dieselfahrverbote auch in Zukunft vermeiden und gleichzeitig die Luftqualität verbessern. Wie das gelingen soll, stellt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal am Freitagmittag (2.3.) mit dem Entwurf zum neuen Luftreinhalteplan der Öffentlichkeit vor.

Wie die Stadt ankündigt, entwickelt die Verwaltung den Luftreinhalteplan von 2009 fort, damit die Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) auch künftig eingehalten werden. Beim NO2-Gehalt bewegen sich die Werte in der Messestadt derzeit um den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft herum. Mit Blick auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das Dieselfahrverbote für zulässig erklärte, „steht Leipzig in der Pflicht, Maßnahmen zur Verringerung der Luftschadstoffbelastung zu ergreifen“, so das Umweltdezernat.

Große Dieselflotte

Dass Leipzig selbst eine umfangreiche Dieselfahrzeug-Flotte unterhält, zeigt die Antwort auf deine Anfrage der Fraktion Freibeuter. Insgesamt sind für die kommunalen Unternehmen rund 1000 Dieselfahrzeuge unterwegs, Stand August 2017.

281 Fahrzeuge erfüllen danach nur die Euro-4-Abgasnorm oder schlechter, 398 gehören zur Kategorie Euro 5. 396 Fahrzeuge erfüllen bereits die Abgasnorm Euro 6, die voraussichtlich von Fahrverboten in Innenstädten ausgenommen wären.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben bereits überwiegend Euro-6-Fahrzeuge in Betrieb. Von insgesamt 296 Fahrzeugen erfüllen 182 die höchste Norm. Die Stadtreinigung ist da schlechter aufgestellt: Von 253 Fahrzeugen fallen nur 61 unter Euro 6.

Umweltzone zeigt Erfolge

Doch bereits Fahrzeuge mit Euro-4-Standard bekommen die grüne Plakette für die Umweltzone. Dass Leipzig durch die Einführung der Umweltzone im Jahr 2011 bereits einiges für bessere Luft tun konnte, bescheinigt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie der Stadt. Die Erfolge betreffen vor allem die Feinstaub-Verringerung.

„Durch die Umweltzone wurde die Modernisierung der Dieselfahrzeugflotte beschleunigt. Die modernen Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern senkten den hoch toxischen Anteil im Feinstaub um mehr als 50 Prozent und damit das Gesundheitsrisiko der Bevölkerung sehr deutlich. Hingegen wurde eine Senkung des Beitrages der Fahrzeuge zur Belastung mit Stickoxiden am Straßenrand nicht entsprechend den verschärften Euro-Abgasnormen nachgewiesen“, so das Landesamt auf Anfrage von LVZ.de.

Was milde Winter bewirken

Im Jahr 2017 seien die Grenzwerte jedoch sowohl für Feinstaub als auch für Stickstoffdioxid an allen Messstationen in Leipzig eingehalten worden. Dazu hätten die Maßnahmen des Luftreinhalteplans geführt, aber auch Witterungsbedingungen. Die milden Winter haben sich demnach positiv auf die Luftqualität ausgewirkt.

Von Evelyn ter Vehn

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