Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Mehr als hundert Menschen bei Protest gegen Rechtspopulisten und AfD
Leipzig Lokales Mehr als hundert Menschen bei Protest gegen Rechtspopulisten und AfD
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:12 20.02.2017
Protest gegen die AfD-Veranstaltung auf dem Naschmarkt. Quelle: Dirk Knofe
Anzeige
Leipzig

Rund hundert Menschen haben sich nach Augenzeugenberichten an Protesten gegen die rechtspopulistische „Bürgerbewegung Leipzig“ auf dem Richard-Wagner-Platz und eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in der Alten Handelsbörse beteiligt. Nach Schätzungen von Beobachtern vor Ort waren zu der Versammlung auf dem nordwestlichen Wagner-Platz rund 30 bis 40 Menschen gekommen, Anfang Februar waren es noch etwa 60 Teilnehmer. Rund zehn Personen protestieren gegen die Rechtspopulisten.

Am Montagabend haben in der Leipziger Innenstadt rund hundert Menschen gegen eine Versammlung von Rechtspopulisten und eine Veranstaltung der AfD protestiert. Fotos: Dirk Knofe

Zu Kundgebungen kam es am Abend auch auf dem Naschmarkt. Dort demonstrieren 70 bis 80 Menschen gegen eine Veranstaltung der AfD in der Alten Handelsbörse, bei der auch die sächsische AfD-Vorsitzende Frauke Petry dabei war. Mit Sprechchören und Trillerpfeifen versuchten die Gegendemonstranten, die Veranstaltung zu stören. Laut Beobachtern vor Ort waren auch mehrere Gegendemonstranten in die AfD-Veranstaltung gelangt. Später wurden sie demnach von der Security aus dem Saal gebracht.

Laut Polizei gingen einige Sympathisanten der „Bürgerbewegung“ nach Abschluss der Kundgebung auf dem Wagner-Platz zur Alten Handelsbörse, um an der AfD-Versammlung teilzunehmen. Wegen mangelnder Plätze sei ihnen dies durch die Ordner allerdings untersagt worden. Sie hätten deshalb kurz darauf eine Spontandemonstration in unmittelbarer Nähe mit dem Titel „Unterstützung der AfD“ angemeldet, diese allerdings kurz darauf wieder beendet.  

Nach Angaben der Polizei blieb es bei den Versammlungen am Abend weitestgehend friedlich. Die Beamten trennten die verschiedenen Lager voneinander. Es habe allerdings zwei Straftaten wegen Beleidigung, eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamten und drei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz gegeben.

luc

Die Kommentarfunktion steht wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen für diesen Artikel nicht zur Verfügung.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein besonderer Aufruf sorgt seit einigen Tagen für Aufsehen in den sozialen Netzwerken: Mit einer Online-Petition will Benjamin Heinsohn, Schüler der 9. Klasse am Max-Klinger-Gymnasium, verhindern, dass sein Klassenkamerad Luan Zejneli abgeschoben wird.

21.02.2017

An die Ausgrenzung und Diskriminierung jüdischer Fußballspieler im Deutschland der NS-Zeit erinnert das Stück „Juller“. Es hat am 8. April im Leipziger Theater der Jungen Welt Premiere.

20.02.2017

Auf dem Burgplatz beginnen jetzt vorbereitende Arbeiten für den Bau eines Hotels, das direkt an den Petersbogen anschließen wird. Für den 1. März ist der erste Spatenstich terminiert. Die Ära des Burgplatzloches geht damit nach 22 Jahren endgültig zu Ende.

20.02.2017
Anzeige