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Runde Ecke Leipzig: Streit um Stasi-Kinosaal steuert auf eine Lösung zu

Runde Ecke Runde Ecke Leipzig: Streit um Stasi-Kinosaal steuert auf eine Lösung zu

Die für Oktober geplante Muslime-Schau wird wohl an einen anderen Ort ziehen. Doch auch das Bürgerkomitee muss zurückstecken: Die Sonderschau zur Friedlichen Revolution muss mittelfristig ebenfalls weichen. Der Stasi-Kinosaal sei kein geeigneter Ort für Ausstellungen, sagt OBM Burkhard Jung.

Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer inmitten der Sonderschau zur Friedlichen Revolution im alten Stasi-Kinosaal.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  
 

 

 Der Vorsitzende der Leipziger SPD, Hassan Soilihi Mzé, nannte Weicherts Vorschlag „eine prüfenswerte Option“. Nur den Alternativstandort lehne er ab. „Es in die Spinnerei hinauszuverlegen taugt jedoch wenig. Das Schulmuseum kann – ebenso wie die Runde Ecke – nur dann sinnvoll als Demokratie- und Bildungsort wachsen, wenn es in der Innenstadt verankert bleibt. Wachsen müssen beide Einrichtungen.“ Der Ball liege jetzt bei Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke). Sie müsse „zügig Standortalternativen vorschlagen“.

Niemand wolle das Schulmuseum gegen den Gedenkort Runde Ecke ausspielen. Es sei vertraglich vereinbart, dass Bürgerkomitee und Schulmuseum die Räume, insbesondere den Kinosaal, gemeinsam nutzen. „Inzwischen haben wir in der öffentlichen Debatte um die Runde Ecke aber einen Punkt erreicht“, so der SPD-Vorsitzende, „wo leichtfertig davon gesprochen wird, dass das Erbe der Friedlichen Revolution in Leipzig beerdigt würde, nur weil einer der Partner – hier das Schulmuseum – auf seine vertraglich zugesicherten Rechte besteht. Das ist nicht nur bedauerlich und zum Schaden aller Beteiligten, sondern auch grundfalsch, wenn wir den Rechtsstaat ernst nehmen.“

Auch die AfD-Ratsfraktion sprach sich für einen Auszug des Schulmuseums aus. Es brauche mehr Platz für seinen Fundus und seine Ausstellungen, hob AfD-Stadtrat Jörg Kühne hervor. Die Runde Ecke mit ihrem Kinosaal habe ein historisches Alleinstellungsmerkmal. Die „menschenverachtenden Dinge, die bis 1989 an diesem Ort geschahen“, und die historischen Leistungen der Menschen im Herbst ’89, „sollten in dem geschichtsträchtigen Haus gezeigt werden“.

 

Von Björn Meine und Klaus Staeubert

Leipzig, Runde Ecke 51.341909 12.37052
Leipzig, Runde Ecke
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