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"Runde Ecke"-Museumsleiter freut sich über Jahns Wahl zum Stasi-Akten-Beauftragten

"Runde Ecke"-Museumsleiter freut sich über Jahns Wahl zum Stasi-Akten-Beauftragten

Leipzig. Auch in Leipzig wird die Wahl von Roland Jahn zum neuen Beauftragten für die Stasi-Unterlagen begrüßt: „Ich sehe das Ergebnis durchweg positiv.

Ich denke, dass Roland Jahn eine gute Besetzung für den Posten ist", sagte Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke".

Eine Vita wie sie Jahn habe, berge zwar auch Gefahren, da man die Materie aus Sicht eines Betroffenen sehe, doch solche Befürchtungen habe er bei dem ehemaligen DDR-Oppositionellen nicht, analysierte Hollitzer. „Er hat in der Vergangenheit durch seine journalistische Arbeit und seine politischen Äußerungen einen souveränen und distanzierten Umgang bewiesen", sagte er.

Der neue Bundesbeauftragte Jahn stammt aus Jena. 1983 wurde er aus politischen Gründen aus der DDR abgeschoben. Vom Westen aus unterstützte Jahn die DDR-Opposition; seit 1986 arbeitete er für das politische TV-Magazin „Kontraste".

Einen Wunsch an Jahn hat Hollitzer, der 1989 an der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale beteiligt war: „Ich habe die Erwartung, dass sich in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesbeauftragten und Dritten - wie zum Beispiel Gedenkstätten - deutlich verbessert. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf." Die sei unter Jahns Vorgängerin Marianne Birthler nicht optimal gewesen.

Im Fokus der zukünftigen Arbeit Jahns solle die archivarische Erschließung und Bereitstellung der Stasi-Akten stehen, empfahl Hollitzer, dem aus politischen Gründen in der DDR verwehrt wurde, Abitur zu machen. Die Wartezeit auf Akteneinsicht habe sich in den letzten Jahren erhöht und läge nun bei rund drei Jahren. Das habe aber nichts mit einem erhöhten Interesse in der Bevölkerung zu tun, wie in einigen Medien berichtet worden sei, so der 43-Jährige, sondern, dass man sich in der Behörde nicht auf diese Aufgabe konzentriert habe.

Eine einzige Schwierigkeit scheint es beim neuen Herr über die Stasi-Akten zu geben: die mangelnde Erfahrung, mit einem großen Verwaltungsapparat umzugehen. Jahn muss in Zukunft eine Bundesbehörde mit rund 1800 Mitarbeitern führen. „Da fehlt ihm sicher der entsprechende Hintergrund. Deshalb sollte er einen neuen Direktor an seine Seite bekommen", sagte Hollitzer.  

Michael Dick

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