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S-Bahnen in und um Leipzig stehen seit 18 Uhr still: Lokführer streiken drei Stunden

S-Bahnen in und um Leipzig stehen seit 18 Uhr still: Lokführer streiken drei Stunden

Der Warnstreik der Lokführer hat am Montag auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt zahlreiche Reisende getroffen. Etliche strandeten an den Bahnhöfen. Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für den Abend zu einem dreistündigen Warnstreik aufgerufen.

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Wegen eines Streiks der Lokführer fielen am Leipziger Hauptbahnhof am Montagabend viele S-Bahnen, aber auch Fernverkehrszüge aus.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Neben dem Fern- und Güterverkehr galt der Aufruf auch für die S-Bahn Mitteldeutschland. Es würden alle S-Bahn-Linien bestreikt, sagte der stellvertretende Bezirksvorsitzende der GDL für Mitteldeutschland, Manfred Ohme.

Knapp 90 Prozent der Lokführer bei der S-Bahn seien Gewerkschaftsmitglieder. „Die Erfahrungen zeigen, wenn die GDL zum Warnstreik aufruft, folgen uns die Mitglieder“, sagte Ohme. Schon kurz nach dem offiziellen Streikbeginn um 18 Uhr wurden am Leipziger Hauptbahnhof auf den Anzeigetafeln die ersten Zugausfälle angezeigt. Am Info-Schalter bildeten sich lange Schlangen. Ratlosigkeit herrschte nicht nur bei Reisenden, sondern auch bei Mitarbeitern. Die Deutsche Bahn hatte der GDL vor Streikbeginn vorgeworfen, nicht ausreichend zu informieren.

Einige Ersatzbusse wurden von Leipzig aus losgeschickt. Welche Strecken sie bedienen, lasen Bahnmitarbeiter von handgeschriebenen Zetteln ab. In Leipzig traf es unter anderem Reisende nach Magdeburg, ein Zug nach Wittenberg sollte dagegen fahren. „Der Lokführer ist in der EVG“, erklärte der Zugbegleiter. In dieser Gewerkschaft sind ebenfalls Lokführer organisiert. Eine 42-jährige Hamburgerin, die von Chemnitz aus auf dem Weg nach Hause war, nahm den unfreiwilligen Aufenthalt gelassen. „Bei den Lokführern kann ich’s nachvollziehen.“

dpa

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