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SPD-Chef Sigmar Gabriel in Leipzig: Audienz beim Papstmaler und Tour durch die Spinnerei

SPD-Chef Sigmar Gabriel in Leipzig: Audienz beim Papstmaler und Tour durch die Spinnerei

Vielleicht hatte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel sich seinen Leipzig-Besuch so nicht ausgemalt. In rund zwei Stunden traf er Steindrucker, Papstmaler und Atomkraftgegner.

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Atelierbesuch bei Papstmaler Michael Triegel (r.): SPD-Chef Sigmar Gabriel und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Alle auf dem Gelände des riesigen Kultubetriebs Leipziger Baumwollspinnerei in Plagwitz. Nach dem Schnelldurchlauf in Sachen Kreativwirtschaft hat Leipzig Spuren hinterlassen, Gabriel ist beeindruckt. "Das habe ich so noch nie gesehen", sagt er. Und Papstmaler Michael Triegel darf auf eine private Stadtführung in Goslar hoffen.

Zur Kennenlern-Tour durch die Messestadt hatte Sachsens SPD-Vorsitzender Martin Dulig eingeladen. "Hier kann man an einem Ort zeigen, worin unsere Themenschwerpunkte liegen", so Dulig gegenüber LVZ-Online. Also standen am Mittwoch drei Punkte im Gabriel-Terminplan. Besuch bei BMW: Thema "Starke Wirtschaft und faire Arbeit". Besuch bei den Leipziger Buchkindern: Thema "Kinder stark machen". Besuch in der Leipziger Baumwollspinnerei: Thema Kreativwirtschaft.

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Leipzig. Vielleicht hatte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel sich seinen Leipzig-Besuch so nicht ausgemalt. In rund zwei Stunden traf er Steindrucker, Papstmaler und Atomkraftgegner. Alle auf dem Gelände der Baumwollspinnerei in Plagwitz. Nach dem Schnelldurchlauf in Sachen Kreativwirtschaft ist Gabriel ist beeindruckt: "Das habe ich so noch nie gesehen", sagt er. Und Papstmaler Michael Triegel darf auf eine private Stadtführung in Goslar hoffen.

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Stippvisite im Atelier von Papstmaler Michael Triegel

"Was in diesem Bereich entsteht, ist oft nur da, weil viele Kreative am Rand der Selbstausbeutung arbeiten", sagte Dulig. Von der Spannung zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und künstlerischem Anspruch erzählt auch der Leipziger Maler Triegel. Er hat gerade eine Gruppe junger Kulturwissenschaftler zu Gast im Atelier, als Gabriel, Dulig und Oberbürgermeister Burkhard Jung auf Stippvisite vorbeischauen. "Es gibt junge Künstler, die schon genau überlegen, welche Nische sie im Kunstmarkt besetzen können", sagt Triegel.

Doch der Künstler, der im Auftrag des Bistums Regensburg Papst Benedikt XVI. in altmeisterlicher Technik malte, hält das für den falschen Ansatz: "Kunst muss aus der inneren Notwendigkeit kommen", sagt er zu Gabriel. Obwohl die Entourage des Politikers auf den Zeitplan schielt - der "hängt" schon um ein paar Minuten - lässt Gabriel sich Zeit. Der Mann will mehr wissen von Triegels Vorliebe für die Renaissance, dann tauschen der Politiker aus Goslar und der Maler noch schnell biographische Eckdaten aus. Schließlich kommt spontan die Einladung: "Wenn Sie mal in Goslar sind, dann melden Sie sich bei mir", sagt Gabriel, und: "Im zweiten Beruf bin ich doch Stadtführer."

Atomkraftgegner im Spinnwerk

Erstmal führt der Weg aber ins Spinnwerk. Dort trifft Gabriel auf winterlich vermummte Gestalten mit Plakaten gegen Atomkraft und Massentierhaltug: In der Generationen-Werkstatt des Centraltheaters laufen die Proben für Brechts "Schlachthöfe". Gabriel trifft Steindrucker Tobias Reinicke, der sein aussterbendes Handwerk an einer Arbeit von LVZ-Kunstpreisträger (1999)  Jörg Herold erklärt. Oder Sarah und Laura vom Johannes-Kepler-Gymnasium, die in der Kinder- und Jugendwerkstatt des Halle 14 e.V. gerade Einladungen für ihr Filmkunstprojekt "Über Macht" drucken. Und natürlich Elke Hannemann von der Galerie Eigen+Art, die mit Neo Rauch und der Neuen Leipziger Schule bis nach New York ausstrahlt.

Als Kreativwelt-Führer durch die Plagwitzer Hallen verdingt sich am Mittwoch Spinnerei-Chef Bertram Schultze. Er beeindruckt mit Zahlen. 100 Ateliers und 13 Galerien auf rund 50.000 Quadratmetern bietet das Gelände, 900 Menschen arbeiten dort. Mit einer Durchschnittsmiete von 2,80 Euro könne man die Vielfalt gewährleisten, erklärt er Politikprofi Gabriel, der auch registriert, dass in Leipzig ein Modell entstanden ist, das auch in Venedig und Mannheim Interesse erregt.

Evelyn ter Vehn

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