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Lokales SPD-Kanzlerkandidat Schulz kommt mit Leipzigern ins Gespräch
Leipzig Lokales SPD-Kanzlerkandidat Schulz kommt mit Leipzigern ins Gespräch
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23:47 22.02.2017
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz war am Mittwochabend in Leipzig, um sich unter anderem mit dem ehemaligen Pfarrer der Thomaskirche Christian Wolff und Bürgern zu treffen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Martin Schulz auf Wahlkampf-Tour in Leipzig: Am Mittwochabend stellte sich der SPD-Kanzlerkandidat beim Lukas-Bäcker in der Petersstraße der Diskussion mit rund 30 Akteuren der Zivilgesellschaft. Die waren zuvor von Sachsens SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe eingeladen worden – an den Küchentisch von Sachsens Parteichef Martin Dulig.

Am Mittwoch ist Martin Schulz in Leipzig eingetroffen. Er hat sich unter anderem mit dem ehemaligen Pfarrer der Thomaskirche Christian Wolff und einigen Bürger getroffen. Sonntag stellt er in der Messestadt seine politische Ziele vor.

Vor der Runde ließ sich Schulz von den Pfarrern Christian Wolff und Britta Taddiken durch die Thomaskirche führen. Beim anschließenden Spaziergang durch die Petersstraße gab es vereinzelte „Hau ab“- und „Volksverräter“-Rufe von einer Handvoll Leute. „Wir sind in einer Situation, wo die Guten eine Menge tun müssen“, sagte Schulz dazu anschließend, forderte mehr Zivilcourage.

Für besseren Dialog müsse die Konfrontation zwischen Bürgern und Repräsentanten aufgelöst werden, sagte er im Gespräch mit Thorsten Mehnert von der „Stiftung Ecken wecken“. Hagen Scheffler, Vize-Personalratschef an der Leipziger Uniklinik, wollte wissen, wie Schulz die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern wolle – vor allem für Alleinerziehende. Er stehe für „Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Universität“, so Schulz.

Falk Elstermann von der „nato“ forderte mehr Geld für einen zweiten Arbeitsmarkt zugunsten gemeinnütziger Vereine. Schulz stimmte zum Teil zu, man dürfe aber niemanden aufgeben, der auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Chance habe. Er sei nicht bereit, über einen späteren Renteneintritt als 67 zu reden, sagte der Kandidat zu Erik Wolf, Regions-Geschäftsführer beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Der evangelische Pfarrer und friedliche Revolutionär Christoph Wonneberger äußerte sich kritisch zu Deutschlands Rolle als Rüstungsexporteur. Er könne das auch als Kanzler nicht sofort ändern, sagte Schulz. Er sei aber strikt gegen von CDU-Politiker Jens Spahn vorgeschlagene Umschichtungen vom Sozial- in den Rüstungsbereich. Unter den weiteren Teilnehmern der Runde waren gestern unter anderem Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD), Sonja Brogiato vom Flüchtlingsrat, Jürgen Zielinski (Intendant am Theater der Jungen Welt) und Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel.

Am Sonntag spricht Schulz ab 13 Uhr (Einlass 12 Uhr) öffentlich im Kunstkraftwerk (Saalfelder Straße 8b). Anmeldung: https://veranstaltung.spd.de/

Björn Meine

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