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Lokales SPD fordert Alternativen zur Preiserhöhung im Leipziger Nahverkehr
Leipzig Lokales SPD fordert Alternativen zur Preiserhöhung im Leipziger Nahverkehr
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22:27 29.03.2018
Bahnfahren in Leipzig wird ab 1. August wieder teurer. Bei den LVB steigen die Ticketpreise um durchschnittlich 3,5 Prozent Quelle: André Kempner
Leipzig

Die angekündigten Tarifpreiserhöhungen im Nahverkehr trifft auf Kritik der Leipziger SPD-Fraktion. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag ist die „für den August angekündigte Preiserhöhung von 3,5 Prozent bei der LVB erneut äußerst ärgerlich“, so Heiko Oßwald stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Aufsichtsrat der Leipziger Gruppe. Laut Oßwald wurde die Erhöhung schon im vergangenen Herbst beschlossen und in die Wirtschaftsplanung der LVB für dieses Jahr eingerechnet. Dabei seien im Stadtrat verschiedene Initiativen ergriffen worden, durch die eine Preiserhöhung niedriger ausfallen könnte. Zunächst sollen die Auswirkungen eines Einfrierens der bestehenden Fahrpreise überprüft werden.

Anfrage für die Ratsversammlung am 18. April

„Darüber hinaus soll die Verwaltung überprüfen, wie sich ein an der Inflationsrate von maximal zwei Prozent ausgerichteter Anstieg auswirken würde, den wir favorisieren“, so Oßwald weiter. Die Ergebnisse der Überprüfung liegen laut SPD-Fraktion noch nicht vor, „sind aber notwendig, um auf die Wirtschaftsplanung 2019 sowie die Verkehrsleistungsfinanzierung noch Einfluss nehmen zu können.“

Die SPD-Fraktion hat deshalb für die Ratsversammlung am 18. April eine Anfrage eingereicht, in der sie wissen will, wann mit den Ergebnissen zu rechnen ist und inwiefern die Ergebnisse die Wirtschaftspläne für das Jahr 2019 beeinflusst haben.

Die Neuorganisation des Verkehrs

SPD-Fraktionschef Christopher Zenker fordert die Neuorganisation des Verkehrs „um in ein paar Jahren keinen Verkehrskollaps erleben zu müssen. Ein ganz wichtiger Baustein ist dabei der öffentliche Personennahverkehr, der attraktiver werden soll, um mehr Menschen dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen, wenn sie es nicht unbedingt brauchen.“ Dabei soll die Attraktivität des ÖPVN steigen, aber erreicht werde das Gegenteil.

Aus der Sicht der Sozialdemokraten muss die Stadt deutlicher formulieren, was sie von den Verkehrsbetrieben erwarte. „Das betrifft die jährlichen Preiserhöhungen, aber auch andere Finanz- und Sachziele, wie die Sicherheit in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen oder Anforderungen an Strukturierung und Vermarktung von Fahrkarten“, so Heiko Oßwald.

Neben der SPD hatte auch Linken-Stadträtin Franziska Riekewald Stellung zur Fahrpreis-Erhöhung genommen.

dei

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