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Lokales SPD und Grüne drängen auf Schulneubau im Leipziger Westen – Neuer Standort im Gespräch
Leipzig Lokales SPD und Grüne drängen auf Schulneubau im Leipziger Westen – Neuer Standort im Gespräch
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19:10 09.05.2013
(Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig

„Mir geht das alles nicht zügig genug. Vor allem bei den Gymnasien geht es nicht vorwärts. Dabei sitzen die Schüler teilweise schon übereinander“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der SPD, Ute Köhler-Siegel am Donnerstag gegenüber LVZ-Online.

Nachdem der Stadtrat bereits 2012 beschloss, auf dem„Jahrtausendfeld“ in Lindenau neue Schulen zu bauen, schlägt die SPD jetzt einen weiteren Standort vor: das nicht weit entfernte städtische Gebäude in der Karl-Heine-Straße 22. Dieses wird derzeit noch von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig genutzt, soll aber 2015 frei werden. „Ein herrliches Gebäude in wunderbarer Lage“, erklärte Köhler-Siegel. Selbstverständlich gäbe es einen hohen Sanierungsbedarf, aber Neubauten seien auch nicht günstiger zu haben. Früher diente das Gebäude bereits als Schule.

Grüne beklagen Überbelegung der Grundschulen

Die SPD will das Thema in jedem Fall kommenden Mittwoch im Stadtrat besprechen – und ist damit nicht allein. Auch die Grünen veröffentlichten in diesen Tagen eine Anfrage an die Verwaltung, konzentrieren sich jedoch voll auf das Projekt „Jahrtausendfeld“. Die Grünen wollen wissen, ob das Gelände bereits von der Stadt erworben wurde, wie der Stand der Planungen ist und wann die Stadtverwaltung mit der Eröffnung neuer Schulen im Leipziger Westen rechnet. Die „faktische Überbelegung der Grundschulen vor allem im Stadtbezirk Südwest“ erforderten aus ihrer Sicht „umgehende Maßnahmen“.

Das Jahrtausendfeld in Leipzig-Plagwitz: Derzeit eine Brachfläche, künftig neuer Schulstandort? Quelle: Armin Kühne

Das Projekt „Jahrtausendfeld“ will die SPD mit ihrem Vorschlag derweil nicht infrage stellen. „Im Idealfall könnten sich die Projekte ergänzen“, erklärte Köhler-Siegel. Beide Gymnasien würden dringend gebraucht. „Eltern im Leipziger Weste haben momentan große Schwierigkeiten wohnortnah Plätze für ihre Kinder an Gymnasien zu finden. Hauptsache ist, auf der Ecke passiert endlich was.“

Laut dem aktuellen Schulentwicklungsplan der Stadt werden bis 2020 in Leipzig 4000 neue Grundschulplätze benötigt. Perspektivisch werden zudem drei Mittelschulen und fünf zusätzliche Gymnasien gebraucht. Ausdrücklich ist auch davon die Rede, stillgelegte Schulgebäude wieder in Betrieb zu nehmen.

Alexander Laboda

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