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Lokales Sachsen legt neue Lärmschutzzonen für den Flughafen Leipzig/Halle fest
Leipzig Lokales Sachsen legt neue Lärmschutzzonen für den Flughafen Leipzig/Halle fest
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10:08 11.01.2012
Am Flughafen Leipzig/Halle werden neue Lärmschutzzonen festgelegt. (Archiv- und Symbolbild) Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

Die Bereiche sollen je zwei Tagschutzzonen und eine Nachtschutzzone umfassen. „Die Anwohner im Umfeld von Flughäfen sind regelmäßig verstärkten Lärmbelastungen ausgesetzt“, erklärte Umweltminister Frank Kupfer (CDU). Ihnen solle die Festlegung der Schutzbereiche zugute kommen.

Anlass ist eine Gesetzes-Novellierung aus dem Jahre 2007. Der Bund legte damit die Kompetenz zur Festsetzung derartiger Zonen in die Hände der Länder. Auffallend ist, dass der vom Kabinett in Dresden jetzt ausgewiesene Lärmschutzbereich am Flughafen Leipzig/Halle deutlich kleiner ist als der bereits geltende.

Grund dafür ist der Planfeststellungsbeschluss zum Neubau der Start- und Landebahn Süd, so Flughafensprecher Uwe Schuhart. "Die im Baubeschluss getroffenen Regelungen zum Schutz der Anwohner vor Fluglärm gehen weit über die Regularien des novellierten Fluglärmgesetzes hinaus." So sei das Nachtschutzgebiet, innerhalb dem sich der Flughafen verpflichtet, passive Schallschutzmaßnahmen zu realisieren, mit einer Fläche von 256 Quadratkilometern rund drei Mal so groß wie das jetzt festgesetzte.

Das Umweltministerium bestätigte dies. Wichtig sei, dass auf Grundlage der Verordnung nun die Anträge auf Senkung des Einheitswertes wegen außergewöhnlich starker Grundstücksbeeinträchtigungen bearbeitet werden können. Dies wirke sich auf die Höhe der Grundsteuer aus.

Die Lärmschutzbereiche am Flughafen Leipzig/Halle zum Download:

Zur Tagschutzzone 1 gehören alle Gebiete, in denen der durch den Fluglärm hervorgerufene Dauerschallpegel 65 Dezibel übersteigt. Bei der Tagschutzzone 2 liegt der Grenzwert bei 60, bei der Nachtschutzzone bei 55 Dezibel. Bei letzterer ist außerdem ausschlaggebend, dass der maximale Lärmpegel über 57 Dezibel liegt.

Innerhalb aller Schutzzonen dürfen weder Krankenhäuser noch Alten- und Erholungsheime oder ähnliche Einrichtungen errichtet werden. Der Neubau von Wohnungen ist in der Tag-Schutzzone 2 zulässig, wenn der Bauherr für ausreichenden Schallschutz sorgt. In den beiden anderen Zonen soll das nur in Ausnahmefällen möglich sein. Für bestehende Wohngebäude regelt das Gesetz, in welchem Umfang Aufwendungen für den Einbau von Schallschutz erstattet werden.

Aller zehn Jahre soll eine Überprüfung der Schutzzonen erfolgen. Die Flächen sollen aber auch dann neu festgesetzt werden können, wenn ein Flugplatz baulich so verändert wird, dass sich der Dauerschallpegel an der Zonengrenze um mehr als 2 Dezibel erhöht.

ade/stb

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