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Sachsen plant neues Forschungszentrum in Leipzig

Millionenförderung Sachsen plant neues Forschungszentrum in Leipzig

In der Messestadt soll ein neues Forschungszentrum entstehen, die Förderzusage in Millionenhöhe des Freistaates steht bereits. CDU-Fraktionsvize Michael Kretschmer sieht in dem Projekt eine Riesenchance.

Der Freistaat will in Leipzig ein neues Forschungszentrum aufbauen. (Archivbild)

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig/Dresden. Paukenschlag in Dresden mit großen Auswirkungen für Leipzig: Der Freistaat plant ein neues Forschungszentrum an der Pleiße, das sich mit Software-Anwendungen befassen soll. Das Wirtschaftsministerium bestätigt entsprechende LVZ-Informationen: Neben dem Software-Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) „ist eine weitere Institution am Standort Leipzig vorgesehen“. Dazu würden Gespräche zwischen Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium, der Uni Leipzig und der Fraunhofer Gesellschaft laufen, hieß es.

Nach LVZ-Recherchen ist davon auszugehen, dass sich die neue Forschungseinrichtung mit der sogenannten Cyber-Security – also der Sicherheit im Internet – befassen wird. Der Freistaat will das Wissenschaftszentrum in Millionenhöhe fördern. Bei der Fraunhofer Gesellschaft Leipzig arbeiten aktuell etwa 50 Mitarbeiter in Projekten, die moderne Technologien insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen tragfähig machen.

In Dresden wird schon am Donnerstag das Software-Institut des DLR eröffnet. Der Bund stellt künftig pro Jahr 7,5 Millionen Euro für die laufende Finanzierung zur Verfügung. Der Freistaat beteiligt sich mit 800 000 Euro und gibt darüber hinaus in der Aufbauphase bis 2020 jährlich bis zu 4,2 Millionen Euro. Sachsens Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Martin Dulig (SPD) freut sich über die weitere Ansiedlung internationaler Spitzenforschung: „Das neue Institut des DLR beweist: Sachsen ist ein interessanter Standort für Innovation im Bereich Software und Digitalisierung. Ziel ist ein anwendungsnahes, außeruniversitäres Institut mit überregionaler Strahlkraft und hoher Attraktivität für Wissenschaft und Wirtschaft. “

"Hotspot für Start-Ups"

Damit hätten CDU und SPD auch ihr Ziel aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt und ein sächsisches Software-Institut geschaffen, stellt das Wirtschaftsministerium klar. Die Entscheidung für das DLR als Träger habe das Kabinett einstimmig getroffen, erklärt das Wirtschaftsministerium. Hochrangige Koalitionspolitiker pochen allerdings auf ein eigenes millionenschweres Forschungszentrum, wie es sich nun hinter den Kulissen abzeichnet.

„Es ist ein großer Erfolg, dass dank einer gemeinsamen Initiative der Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD das DLR-Institut nach Dresden geholt werden konnte – doch Sachsen braucht in Leipzig auch etwas Eigenes“, sagt Michael Kretschmer, der als stellvertretender CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag unter anderem für Hochschule und Forschung zuständig ist. „Die Kraft des Freistaates sollte aber nun in Leipzig walten. Die Stadt ist aufgrund ihrer Entwicklung – unter anderem als Hotspot für Start-Ups, durch eine starke Universität und ebensolcher außeruniversitärer Forschung – prädestiniert dafür. Dieses Projekt ist eine Riesenchance und muss jetzt zügig vorangetrieben werden“, fordert Kretschmer, der in Sachsen auch CDU-Generalsekretär ist.

Rückenwind kommt vom Koalitionspartner: Auch Sachsens SPD-Fraktionschef Dirk Panter fordert ein stärkeres Engagement des Freistaates: „Es ist gut, das DLR-Institut jetzt in Dresden zu haben – natürlich muss aber auch in Leipzig etwas aufgebaut werden. Dafür unterstütze ich jegliche Initiative.“

Andreas Debski

Leipzig 51.339695 12.373075
Leipzig
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