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Lokales Sachsen stecken Hitzewelle gut weg
Leipzig Lokales Sachsen stecken Hitzewelle gut weg
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16:21 05.08.2018
Schatten suchen und es ruhig angehen lassen: Er weiß, wie man mit der Hitze umgeht. Quelle: dpa
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Leipzig/Dresden

Die Menschen in Sachsen scheinen sich gut auf die anhaltende Hitze eingestellt zu haben. In den großen Notaufnahmen in Leipzig, Dresden und Chemnitz gab es zwar einen leichten Anstieg von Patienten mit Kreislaufproblemen, dramatisch waren die Fälle aber nicht. Eine größere Zahl von Notfallpatienten mit extremen Sonnenbränden wurde in den Unikliniken und Kliniken der Städte nicht registriert.

„Wir merken derzeit durchaus hitzebedingt einen Zuwachs an Patienten in der Notaufnahme. Das sind aber nicht unbedingt Menschen, die an einem Sonnenstich leiden“, sagte Simone von Bonin, Fachärztin für Innere Medizin am Universitätsklinikum Dresden. Meist seien es ältere Menschen mit einem Infekt, der unter der hohen Hitze körperlich schlechter verkraftet werde.

„Ein Grund dafür ist, dass vor allem ältere Menschen bei großer Wärme weniger trinken. Das befördert zum Beispiel Virus- oder Harnwegsinfekte.“ Überlastete Sportler oder Bauarbeiter, die bei der Hitze draußen arbeiten, sind in den vergangenen Tagen nicht im Universitätsklinikum erschienen.

„Wir haben hier eine normale Lage, keine besonderen Auffälligkeiten“, sagte ein Sprecher des Klinikums Chemnitz. Dort werden die Gründe für Kreislaufprobleme aber nicht dokumentiert. Auch am Uniklinikum Leipzig gebe es keine dramatischen Fälle, sagte ein Sprecher. Eher habe sich die Lage sogar etwas entspannt. „Zu Beginn einer Hitzewelle ist das Problem am größten, später hat sich der Körper daran gewöhnt und die Menschen verhalten sich auch entsprechend richtig.“

Von LVZ

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