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Lokales Sachsenbrücke: Jetzt gibt's einen Müllcontainer – Pfandsammler irritieren die Verwaltung
Leipzig Lokales Sachsenbrücke: Jetzt gibt's einen Müllcontainer – Pfandsammler irritieren die Verwaltung
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13:25 26.04.2013
An der Sachsenbrücke haben Unbekannte Pfandbehälter angebracht. Quelle: Evelyn ter Vehn
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Leipzig

Allerdings: Die gern "vergessenen" Pfandflaschen gehören eigentlich nicht in den Abfall. Pfandsammler wurden jetzt selbst aktiv.

"Nur für Pfandsammler" steht in Graffito-Optik auf den beiden Behältern in Papierkorbgröße, die am Geländer der Sachsenbrücke angekettet sind. "Von uns kommen die Behälter nicht", sagt Ute Brückner, Sprecherin der Stadtreinigung Leipzig, auf Anfrage von LVZ-Online. Offenbar haben sich hier Menschen etwas einfallen lassen, die Pfandflaschen nicht im Müll, sondern wieder in Umlauf sehen wollen.

Die Unbekannten dürften mindestens die Zustimmung von 739 Leipzigern haben. So viele haben bis heute die Online-Petition "Pfand gehört daneben, Herr Jung" (LINK: http://www.change.org/de/Petitionen/leipzig-pfand-gehört-daneben-herr-jung) unterschrieben. Initiatorin Julia Niemeyer schließt sich damit einer bundesweiten Initiative an, die dafür wirbt, dass Pfandflaschen nicht in öffentliche Müllcontainer entsorgt werden.

Leipzig. An der Sachsenbrücke tut sich was. Nachdem LVZ-Online über zurückgelassenen Müll als unerwünschte Nebenwirkung lauer Feier-Nächte berichtet hat, stellte die Stadtreinigung an der Brücke, Richtung Könneritzstraße, einen großen Müllcontainer auf. Allerdings: Die gern "vergessenen" Pfandflaschen gehören eigentlich nicht in den Abfall. Pfandsammler wurden jetzt selbst aktiv.

Besser sollten die Flaschen an einem geeigneten Ort oder in einem extra Behälter neben den Containern entsorgt werden - wenn sie schon nicht einfach wieder mitgenommen werden. "Die einen gehen abends feiern und können es sich leisten, Dosen und Pfandflaschen in öffentliche Mülleimer zu werfen. Für die anderen sind 8, 15 oder 25 Cent viel Geld – sie nehmen es dafür sogar auf sich, den Müll zu durchwühlen und das Pfand wieder herauszuholen", heißt es in der Petition.

Für die Sammler sei das demütigend, gleichzeitig würden wertvolle Ressourcen verschwendet. Niemeyer will 2000 Unterzeichner finden um dann der Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zu bewegen, Lösungen für das Pfandflaschen-Problem in der Stadt zu finden. Die Behälter an der Sachsenbrücke sind derweil ein ordnungspolitisches Problem. "Das Anbringen der Behälter war nicht mit uns abgestimmt", so die Stadtreinigung. Deshalb musste mit dem Verkehrs- und Tiefbauamt, zuständig für Brücken in Leipzig, entschieden werden, wie es damit weitergeht. Aus Verwaltungssicht gibt es derzeit nur eine saubere Lösung: Der Stadtordnungsdienst muss die Behälter wieder entfernen.

Evelyn ter Vehn

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