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Lokales Sachsens Mieter zahlen überdurchschnittlich viel für Betriebskosten
Leipzig Lokales Sachsens Mieter zahlen überdurchschnittlich viel für Betriebskosten
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19:55 24.07.2014
Öl und Fernwärme sind 2012 im Durchschnitt um knapp neun Prozent teurer geworden. Quelle: dpa
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Leipzig

Das sind acht Cent mehr als in ganz Deutschland, gab der Mieterbund Sachsen in einer Mitteilung vom Donnerstag bekannt. Kosten für Heizung und Warmwasser werden demnach künftig weiter ansteigen.

Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssen in Sachsen bis zu 2.918,4 Euro jährlich an Betriebskosten aufgebracht werden. Der Mieterbund stützt sich dabei auf den aktuellen Kostenspiegel, dessen Daten aus dem Jahr 2012 stammen.  

Insgesamt entwickeln sich die Betriebskosten stabil. Eine Ausnahme bilden die gestiegenen Preise für Heizung und Warmwasser. Die Heizkosten stiegen zwischen 2011 und 2012 von 1,05 Euro auf 1,25 Euro und die Kosten für Warmwasser erhöhten sich um sechs Cent auf 28 Cent. Laut Mieterbund sind dafür insbesondere die kalten Wintermonate und gestiegenen Energiepreise in diesen Jahren verantwortlich. Öl und Fernwärme sind 2012 im Durchschnitt um knapp neun Prozent, Gas um 5,3 Prozent teurer geworden.

Heizenergieverbrauch gestiegen

Auch in den nächsten Jahren müssen die Wohnungsmieter in Sachsen nach Angaben des Mieterbundes mit weiter steigenden Kosten für Heizung und Warmwasser rechnen. Der Heizenergieverbrauch sei im vergangenen Winter im Vergleich zu 2012 um rund 14 Prozent nach oben gegangen.

Bei den sogenannten kalten Betriebskosten sei ebenfalls mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen. Schuld seien unter anderem Wartungsarbeiten an Rauchmeldern sowie die vorgeschriebenen regelmäßigen Untersuchungen des Trinkwassers auf Legionellen.

Kommunen tragen Mitschuld

Nach Ansicht der Mieterbund-Vorsitzenden Anke Matejka tragen auch die Kommunen dazu bei, dass die Kosten für die sächsischen Mieter in die Höhe klettern: „Es ist auch weiterhin damit zu rechnen, dass viele ostdeutsche Städte ihre notorisch klammen Kassen mit gezielter Preispolitik füllen. Davon werden Kostenarten wie Grundsteuer, Straßenreinigung und Müllentsorgung besonders betroffen sein“, so Matejka.

Anlass zur Hoffnung gebe hingegen die Entwicklung der Energiepreise im laufenden Jahr. Gas wurde im Jahresdurchschnitt lediglich um 1,3 Prozent teurer, Fernwärme um 2,8 Prozent. Der Ölpreis sank sogar um sechs Prozent.

abz

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