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Lokales Reiseführer: Sächsische Wunder der Natur
Leipzig Lokales Reiseführer: Sächsische Wunder der Natur
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00:18 21.05.2017
Sachsens älteste Linde steht in Collm.  Quelle: Lars Franke
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Leipzig

Die Zahl der Reise- und Wanderführer aus Sachsen ist Legion. Kein Örtchen, kein Pfad, kein zur Sage verdichtetes Gerücht, dass sich nicht auch in Buchform gedruckt fände. Lars Franke (64), in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geborener Journalist, hat sich dennoch unverdrossen ans Werk gemacht und mit „50 sagenhafte Naturdenkmale in Sachsen“ – eben erschienen im Steffen-Verlag Berlin – einen ebenso ungewöhnlichen wie spannenden Reiseführer durch den Freistaat vorgelegt. Mit Tipps und Geschichten, die nicht jeder auf Anhieb parat haben dürfte.

Bäume, Felsen, Moore, Wiesen, Gewässer und die mit ihnen verbundenen Geschichten, Anekdoten und Sagen stehen im Mittelpunkt und ermöglichen einen ganz individuellen und sehr persönlichen Einblick auf markante Orte der sächsischen Heimat. Wer kann schon von sich behaupten, zu wissen, dass die älteste Sommerlinde des Freistaats in Collm (Kreis Nordsachsen) steht? 18 Meter hoch, elf Meter im Umfang. So, dass 20 Kinder nötig wären, um den Stamm zu umspannen. Oder, dass sich das schönste Hochmoor Sachsens in Johanngeorgenstadt (Erzgebirgskreis) befindet, direkt am Kamm des Erzgebirges? Der Kleine Kranichsee, ein Torfmoor, kann über einen Holzbohlenweg bequem erkundet werden. Oder, dass unweit davon auch der höchste Wasserfall Sachsens zu finden ist? In Blauenthal bei Schwarzenberg (ebenfalls Erzgebirgskreis) ließ ihn dereinst der Fabrikbesitzer Gustav Toelle anlegen, um seine Holzschleiferei zu betreiben. Ein verzauberter Prinz, der um die Mittagsstunde über der Lausche bei Waltersdorf (Landkreis Görlitz) kreist, oder die schweren Jungs von Leipzig-Stötteritz, die zur Gletschersteinpyramide geschichtete Findlinge – all das löst Staunen über die kleinen und großen Wunder der Heimat aus.

Anderes ist da schon bekannter: der Steinerne Wald von Chemnitz beispielsweise, der heute im Naturkundemuseum der Stadt steht oder auch der Lilienstein in der Sächsischen Schweiz, den August der Starke in einer durchzechten Nacht dem Brandenburger Friedrich Wilhelm I. schenkte, der – nach der Ausnüchterung – zum Glück großzügig auf die Gabe verzichtete. Von Plauen bis Görlitz und von Delitzsch bis Bad Elster reichen die Geschichten und Schnurren, die den einen oder anderen Aha-Effekt auslösen und oft zum Schmunzeln verleiten. Dazu bieten viele Farbfotos und eine Karte Übersicht und Orientierung über all die Sehenswürdigkeiten und ihre Umgebung.

Lars Franke: 50 sagenhafte Naturdenkmale in Sachsen, Steffen-Verlag Berlin, 14,95 Euro, erhältlich auch in den LVZ-Geschäftsstellen und im Online-Shop unter www.lvz-shop.de

Von Roland Herold

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