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Lokales Sanierung der „Brüderhölle“ kostet Leipzig 2,9 Millionen Euro – Entscheidung im Stadtrat
Leipzig Lokales Sanierung der „Brüderhölle“ kostet Leipzig 2,9 Millionen Euro – Entscheidung im Stadtrat
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14:39 11.11.2013
So soll die Sporthalle Brüderstraße nach den Plänen der Bauconcept Planungsgesellschaft künftig aussehen. Quelle: Bauconcept Planungsgesellschaft mbH
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Leipzig

Sollten die Stadträte dem Papier ihre Zustimmung geben, kann die wegen ihrer Akustik auch „Brüderhölle“ genannte Sportstätte ab August 2014 für insgesamt 6,6 Millionen Euro runderneuert werden. Abzüglich möglicher Fördermittel müsste die Kommune – verteilt auf zwei Jahre – etwa 2,9 Millionen Euro zuschießen. Mit der Wiedereröffnung wird im Dezember 2015 gerechnet.

Laut der Pläne der beauftragten Bauconcept GmbH aus dem sächsischen Lichtenstein soll das Stahlskelett der 1978 erbauten Sporthalle erhalten bleiben. Im Inneren werde der Raum aber teilweise strukturiert, am östlichen Ende ein schmaler Anbau für Toiletten, Lager und Büros hinzugefügt sowie die gesamte Außenhülle des Gebäudes modernisiert, heißt es in der Ratsvorlage. Die noch aus den 1980er Jahren stammende, baufällige Tribüne wird durch eine neue mit deutlich mehr Plätzen ersetzt. So sollen künftig bis zu 1005 Zuschauer in der Halle mitfiebern können – inklusive 143 Sitzplätzen auf dem Oberrang, 63 Stehplätzen und zehn Stellflächen für Rollstuhlfahrer. Zudem sehen die Pläne auch die Erneuerung aller Böden, Wandbeläge, Fenster und Türen vor.

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Freier Blick auf Dachkonstruktion – Halle soll Kapazitätslücke füllen

Die derzeit noch bestehende, ebenfalls desolate Akustikdecke soll zurückgebaut werden. Künftig könnte so „das filigrane Raumtragwerk der Dachkonstruktion sichtbar, die damit verbundene Ingenieurskunst erlebbar“ werden, heißt es in der Bauvorlage. Zudem werde die Konstruktion dadurch auch entlastet. Ein Anbringen von Solarflächen auf dem Dach sei aufgrund der ausgereizten Tragfähigkeit nicht möglich. Darüber hinaus wird auch der Eingangsbereich umgestaltet: Sportler, Schiedsrichter und Zuschauer gelangen künftig über einen gemeinsamen Weg aus Richtung Bauhofstraße in die Halle. Über ein Foyer geht es dann getrennt gen Tribünen und Umkleideräume.

Laut Stadtverwaltung könne die umgebaute Sporthalle an der Brüderstraße die Lücke zwischen Arena Leipzig und den kleineren Hallen schließen. Sollten die Stadträte dem Bauvorschlag nicht stattgeben, werde die die Halle in „absehbarer Zeit nicht mehr für den Wettkampf-, Vereins- und Schulsport zur Verfügung stehen“, heißt es aus dem Amt für Stadtentwicklung und Bau.

In den vergangenen Wochen und Monaten waren an und in der Brüderhalle umfangreiche Verschleißschäden festgestellt worden. So haben zuletzt Probleme bei der Dachentwässerung für massive Schäden im Inneren der Halle gesorgt. Zudem seien Fenster und Türen, Böden und Deckenplatten, die sanitären Einrichtungen, jegliche Beleuchtung und die elektroakustischen Anlagen in einem miserablen Zustand. Laut Bau- und Finanzierungsbeschluss gebe es auch brandschutztechnische Mängel im Gebäude.

Die Brüderhalle wird derzeit vor allem von Basketballverein Leipzig, LE Volleys, ATV-Hockeyspielern, Handballern von HC Leipzig, SC DHfK und SG LVB sowie von den Floorballern des Spielsportclubs genutzt.

Matthias Puppe

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