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Lokales Sanierung der Leipziger Lutherkirche
Leipzig Lokales Sanierung der Leipziger Lutherkirche
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11:34 27.04.2017
Dachdecker Stefan Baumgardt bei Sanierungsarbeiten an der Lutherkirche.   Quelle: André Kempner
Leipzig

 Passend zum Martinstag – dem Namenstag Luthers – öffnen Pfarrerin Britta Taddiken und Architektin Gabriele Weis die Tür der Kirche und präsentierten den Baufortschritt der Dachsanierung. Startschuss für die Erneuerung des Dachstuhls war im Sommer diesen Jahres.

„Wir sind voll im Zeitplan und werden die Bauarbeiten wie geplant bis Mitte Dezember abschließen“, verrät die Pastorin. Die Sanierung des Daches schlägt mit 360.000 Euro zu Buche, ist aber nur der Beginn einer umfangreichen Renovierung. „Als nächste Maßnahme planen wir die Kirche zu unterkellern“, erklärt Architektin Weis. Dort sollen Lagerräume für Stühle, Technik und Instrumente geschaffen werden. Außerdem Toiletten und eine Garderobe. „Die Lutherkirche wird als Teil des Campus forum thomanum intensiv von den Thomanern genutzt. Durch den Umbau soll hier ein Veranstaltungsraum für die Schule aber gleichzeitig ein Gotteshaus für die Gemeinde entstehen“, so Taddiken.

Für den nächsten Bauabschnitt werden 70.000 Euro benötigt. „20.000 Euro haben wir davon bereits durch Spenden von Gemeindemitgliedern und anderen Privatpersonen erhalten. Wir hoffen nun die fehlenden Mittel bald zusammenzuhaben“, sagt die Pfarrerin. Weitere Pläne von Gemeinde und Architektin sehen vor, eine hydraulische Bühne einzubauen, einen gläsernen Fahrstuhl, der die Ebenen barrierefrei verbindet und die Renovierung des Kirchengewölbes, welches durch das alte, undichte Dach an mancher Stelle in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Schlussendlich sollen dann die Fenster erneuert und die Gewölbe mit neuen farbigen Ornamenten verziert werden“, so Gabriele Weis. Das ehrgeizige Ziel: Das alles bis 2017 schaffen, pünktlich zum Reformationsjubiläum.

Die Gesamtkosten werden mit sechs Millionen Euro veranschlagt. „Drei Millionen Euro davon müssen wir über Spendengelder selbst finanzieren, deshalb sind wir für jede Unterstützung sehr dankbar“, erklärt Britta Taddiken.

Die Sanierung des Gotteshauses liegt der Pfarrerin spürbar am Herzen. „Auch wenn der jetzige Zustand der Kirche nicht den Anschein erweckt, aber dieser Ort ist ein lebendiger Ort – die Kinder und Jugendlichen des forum thomanum nutzen ihn, ebenso wie unsere Gemeinde. Der Stadtteil erlebt seit ein paar Jahren einen starken Aufschwung durch den Zuzug junger Menschen. Die Lutherkirche umzugestalten ist eine Investition in die Zukunft.

Von Tatjana Kulpa

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