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Lokales Sanierung des Roßplatzes deutlich teurer als geplant – Stadtrat entscheidet über Finanzierung
Leipzig Lokales Sanierung des Roßplatzes deutlich teurer als geplant – Stadtrat entscheidet über Finanzierung
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22:24 17.09.2012
Die bereits abgeschlossene Sanierung des Verkehrsknotenpunktes am Leipziger Roßplatz ist deutlich teurer als geplant. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Mehrkosten belaufen sich auf rund 240.000 Euro, wie aus einem Änderungsantrag zum entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss des Dezernates für Stadtentwicklung und Bau hervorgeht. Für das Vorhaben waren 920.000 Euro veranschlagt, die je zur Hälfte von der Stadt Leipzig und aus Fördermitteln des Landes Sachsen kamen. Am 17. Oktober soll nun der Leipziger Stadtrat die Änderung beschließen und entscheiden, woher die zusätzlich benötigten Mittel kommen sollen.

Laut der Beschlussvorlage ist vor allem der Untergrund im Bereich von Roßplatz, Universitäts- und Grünewaldstraße Ursache für die höheren Kosten. So wurde vermehrt Ziegelschutt gefunden, welcher bei Voruntersuchungen so nicht sichtbar war. Außerdem wurden bei den Bauarbeiten ehemalige Kellergewölbe und mit Trümmern verfüllte Hohlräume entdeckt. Leitungen konnten deshalb nicht unterirdisch, sondern mussten größtenteils in so genannter offener Bauweise verlegt werden. Bei der Neugestaltung der Grünewaldstraße war deshalb auch eine Erweiterung der Deckensanierung notwendig.

Die entstandenen Mehrkosten müssen nach Angaben des Baudezernates nun mit Mitteln gedeckt werden, die für andere Vorhaben des Verkehrs- und Tiefbauamtes für 2012 vorgesehen waren. So sollen 114.100 Euro aus der so genannten Planung investiver Vorhaben kommen, 80.000 Euro aus den Finanzmitteln für die Fußwege am Peterssteinweg im Bereich der neuen Propsteikirche. Diese Gelder wurden durch eine andere Finanzierungslösung mit der Propsteikirche frei, heißt es in der Vorlage. Die restliche Deckung soll über zusätzliche nachträgliche Fördermitteleinnahmen erfolgen.

Sollte der Stadtrat der Beschlussvorlage Mitte Oktober zustimmen, erhöht sich damit der Eigenanteil der Stadt Leipzig bei der Sanierung von 460.000 auf 654.100 Euro. Möglicherweise fallen jedoch die Fördermittel höher aus als die kalkulierten 45.900 Euro, was den Eigenanteil reduzieren würde, heißt es in dem Papier.

Bei der Sanierung des Knotenpunktes am Roßplatz, die von Mitte März bis Mitte Juni 2012 dauerte, wurde die Universitätsstraße verbreitert, um eine Linksabbieger- und eine Geradeaus-Spur sowie Radwege auf beiden Seiten einrichten zu können. Die Grünewaldstraße wurde grundhaft ausgebaut, erhielt sechs neue Parkplätze und fünf neue Bäume. Am 25. Juni war die Kreuzung wieder für den Verkehr freigegeben worden.

ic

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