Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Schäden am Mendebrunnen sind gravierend - Stadt Leipzig plant Reparatur für 253.000 Euro
Leipzig Lokales Schäden am Mendebrunnen sind gravierend - Stadt Leipzig plant Reparatur für 253.000 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 05.04.2012
Die Stadtverwaltung plant, den Mendebrunnen vor dem Gewandhaus bis zum nächsten Frühjahr auf Vordermann zu bringen. Quelle: Regina Katzer
Anzeige
Leipzig

Während in vielen Leipziger Springbrunnen und Fontänen vor den Osterfeiertagen wieder Wasser fließen konnte, liegt der Mendebrunnen seit vergangenem Herbst trocken. Die Gründe für die Stilllegung der ältesten und größten Brunnenanlage im Stadtgebiet sind gravierend.

„Der Mendebrunnen weist Schäden am inneren Becken auf und die Abdichtung ist komplett defekt“, erklärte Kunath. „Das führt zu permanenten Wasserverlusten.“ Die Schäden haben sich laut Kunath durch den Frost im vergangenen Winter weiter vergrößert. Zudem seien Kalkablagerungen über dem Natursteinbelag des Brunnens zu sehen.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_15998]Um die Schäden zu beheben, arbeitet die Stadt derzeit an einem Sanierungskonzept für den Mendebrunnen. „Wir sind mittendrin“, so Kunath, „unser Ehrgeiz ist es, in einem Jahr mit der Instandsetzung fertig zu sein“. Zugleich wies die Amtsleiterin für Stadtgrün und Gewässer aber darauf hin, dass sich die Reparatur nicht von heute auf morgen erledigen lässt: „Das ist eine komplexe Geschichte, die Zeit in Anspruch nimmt.“

Erstmals ging der Mendebrunnen 1886 nach rund drei Jahren Bauzeit ans Wassernetz der Stadt. Taufpatin war Marianne Pauline Mende – angeblich eine Bordellbesitzerin. Mende hatte in ihrem Testament eine 150 000-Mark-Spende für den Bau eines Brunnens verfügt. Daher hielt sich unter den Leipzigern lange Zeit das Gerücht, Mende habe das Geld gestiftet, um sich von ihren Sünden auf Erden reinzuwaschen.

Tatsächlich lebten im späten 19. Jahrhundert zwei Frauen mit Namen Mende in Leipzig. Während eine davon ein Freudenhaus betrieb, handelt es sich bei der Namensgeberin des Mendebrunnens um die Witwe eines Kaufmanns. Mit ihrer Spende schoss Marianne Pauline Mende den Löwenanteil für die Finanzierung der Springbrunnenanlage zu. Der Bau verschlang damals insgesamt rund 190 000 Mark.

Abgesehen vom Mendebrunnen, sollen 2013 insgesamt rund 750 000 Euro in die Sanierung der Brunnenanlagen und Grünflächen auf dem Leipziger Rossplatz vor dem Ringcafé fließen. Daneben plant das Amt für Stadtgrün und Gewässer die Erneuerung des Brunnens im Richard-Wagner-Hain und der Fontäne im Johannapark.

Felix Kretz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf große Resonanz stieß am Mittwoch die Ankündigung von drei Nahverkehrsanbietern, Autofahrer in der Woche nach Ostern kostenlos den Nahverkehr in Leipzig testen zu lassen.

05.04.2012

Wegen einer defekten Wasserleitung sind am Mittwochabend mehrere Zehntausend Haushalte in Leipzig und Umgebung von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten gewesen.

05.04.2012

Bahnreisende, die auf der Strecke zwischen Leipzig-Hauptbahnhof und Gaschwitz unterwegs sind, müssen sich in den kommenden Wochen auf Einschränkungen einstellen.

04.04.2012
Anzeige