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Lokales Schallschutz: Fenster am Gewandhaus in Leipzig werden ausgetauscht
Leipzig Lokales Schallschutz: Fenster am Gewandhaus in Leipzig werden ausgetauscht
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18:16 31.07.2017
Am Gewandhaus werden Fenster erneuert. Quelle: Kempner
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Leipzig

Das Gewandhaus zu Leipzig wird in der Sommerpause für die kommende Spielzeit herausgeputzt. Schwerpunkt der aktuellen Arbeiten ist die Erneuerung der Fenster. Rund 300 laufende Meter werden energetisch saniert.

„Die neuen Fenster besitzen eine dreifache Isolierverglasung“, erklärt Gereon Röckrath, Verwaltungsdirektor des Konzerthauses auf LVZ-Anfrage. „Mit Abschluss des zweiten Bauabschnittes sind – mit Ausnahme der großen Fensterfront zum Augustusplatz – alle Fenster und Fensterflächen gegen neue Fenster mit Wärme-, Schall- und UV-Schutz ausgetauscht worden.“

Die erste Bauphase fand bereits 2015 statt. Alle Scheiben, die damals nicht erneuert wurden, sind nun dran.

Kurze Bauphase

Besondere Herausforderung bei den aktuellen Maßnahmen stellte der Aufbau des Gerüsts dar: Die Sandsteinfassade des Konzerthauses steht unter Denkmalschutz, erläutert Bauleiter Steffen Vogt. Um nichts zu beschädigen, musste eine Spezialkonstruktion entwickelt werden.

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Im Leipziger Gewandhaus wird die Sommerpause genutzt, um Teile des Konzerthauses zu sanieren. Unter anderem wird etwa die Hälfte der Fenster ausgetauscht.

Das Gerüst ist nun selbstständig standfest, kommt ohne Verankerungen in der Fassade aus. Die mit den Arbeiten beauftragte Roßweiner Firma musste zudem für jeden der verschiedenen Gerüsttypen einen eigenen Statiknachweis erbringen.

Auch die kurze Bauphase von knapp sechs Wochen ist eine Herausforderung. Zur Saisoneröffnung am 2. September soll alles fertig sein.

Neue Leitungen und Toiletten

Gut die Hälfte der Gelder, die für die Maßnahmen benötigten werden, stammt aus Fördermitteln des Freistaates. Insgesamt werden für alle Arbeiten im aktuellen Jahr rund 1,5 Millionen Euro fällig. Dazu zählt nicht nur der Wechsel der Fenster.

In der kommenden Spielpause sollen alle auch Leitungen im Haus ausgetauscht, die Toiletten für Besucher erneuert werden. Zudem werden schon Maßnahmen der kommenden Jahre geplant: Nach jetzigem Stand soll 2019 und 2020 das Podium im Großen Saal ausgewechselt werden, so Röckrath.

Und auch bei den Fenstern tut sich noch einiges: Laut einer Machbarkeitsstudie ist es möglich, auch die Front in Richtung Augustusplatz auszutauschen. Im kommenden Jahr sollen laut Verwaltungsdirektor weitere Planungen beauftragt und Fördermittel akquiriert werden. Die Kosten für diese Maßnahmen werden auf circa 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Von jhz

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