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Schauspiel Leipzig stellt Pläne für ehemaliges Schauhaus vor - Flexible Podest-Bühne als Herz

Schauspiel Leipzig stellt Pläne für ehemaliges Schauhaus vor - Flexible Podest-Bühne als Herz

Premierenfeiern, Diskurse und Couchsurfing: Die „Baustelle“ im Schauspiel Leipzig hat in der ersten Spielzeit von Enrico Lübbe ein Eigenleben entwickelt. Bald übernehmen dort tatsächlich Bauarbeiter die Regie: Im Juli entscheidet der Stadtrat über die Sanierung für rund 5,8 Millionen Euro.

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Das Modell (l.) zeigt, wie das neue Innenleben der Diskothek aussehen könnte.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Das wäre gleichzeitig das endgültige Aus für die „Skala“ in der Gottschedstraße 16.

Die Spielstätte in der ehemaligen Diskothek Schauhaus an der Bosestraße soll bis zum Jahr 2017 Platz für 199 Besucher bieten. Für die Umgestaltung von der Tanzbar zur modernen Spielstätte muss die niedrige Zwischendecke im Saal herausgebrochen werden, acht Stahlbetonpfeiler werden weichen, und im Untergeschoss findet die Bühnentechnik mit einer Hebevorrichtung Platz.

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Leipzig. Premierenfeiern, Diskurse und Couchsurfing: Die „Baustelle“ im Schauspiel Leipzig hat in der ersten Spielzeit von Enrico Lübbe ein Eigenleben entwickelt. Bald übernehmen dort tatsächlich Bauarbeiter die Regie: Im Juli entscheidet der Stadtrat über die Sanierung für rund 5,8 Millionen Euro. Das wäre gleichzeitig das endgültige Aus für die „Skala“ in der Gottschedstraße 16.

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Die Hubtechnik ist das technische Herz des auf 222 Quadratmetern bespielbaren Raumes, ein Entwurf des Leipziger Büros bgk Architektur und Ingenieurplanung. Variabel können die Podeste angehoben werden, um schnell verschiedene Bühnenlandschaften zu kreieren. „In kürzester Zeit und mit minimalem Personalaufwand“ sei das möglich, so die Vorlage für den Stadtrat.

Insgesamt reichen die Planungen über knapp 2000 Quadratmeter, Lagerräume ebenso eingeschlossen wie eine kleine Bar. Die soll vom Foyer aus über eine neue Treppe und einen Aufzug zu erreichen sein. Der Eingang bleibt wie schon in dieser Spielzeit an der Ecke Bosestraße, Ecke Dittrichring – das entspricht der historischen Eingangssituation zum ehemaligen Centraltheater.

„Skala“-Verkauf soll Geld in die Stadtkasse spülen

Rund sechs Monate lang wird die Kernbauzeit dauern, und dafür ist eine verlängerte Spielzeitpause nötig. Die weiteren Arbeiten könnten neben dem Spielbetrieb laufen, stellen die Planer in Aussicht. "Die Bauarbeiten werden sicher nicht vor 2016 beginnen. Jetzt geht es erstmal um einen Planungsauftrag, bei dem verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Kosten erarbeitet werden", so Schauspiel-Sprecher Matthias Schiffner am Donnerstag gegenüber LVZ-Online.

Alles unter einem Dach – so will das Schauspiel in Zukunft wirtschaftlicher mit seinen Ressourcen umgehen. Das Ziel: Kein Transport von Kulissen und Kostümen, kurze Wege für alle, Einsparungen in der Unterhaltung der Gebäude. Pro Jahr sollen rund 60.000 Euro eingespart werden.

Von der maroden „Skala“ in der Gottschedstraße 16 will sich der Eigenbetrieb Schauspiel deshalb endgültig trennen. In dem Haus, in dem zunächst als „Neue Szene“ und in der Ära Hartmann als „Skala“ experimentelle Aufführungen des Schauspiels ihren Platz hatten, bekam im Jahr 2012 keine Betriebsgenehmigung mehr. Das Gründerzeithaus aus dem Jahr 1882 sei in den vergangenen 25 Jahren nur notdürftig instand gehalten worden – das Geld fehlte.

Rund 1,7 Millionen Euro seien nun allein für die Grundsicherung des Gebäudes nötig, für die Bespielbarkeit müsste das Haus für rund 4,16 Millionen Euro hergerichtet werden, rechnet das Schauspiel vor. Kosten für Ton, Beleuchtung etc. nicht eingerechnet. Stattdessen soll das Liegenschaftsamt nun den Bau zum Verkauf ausschreiben. Erhoffter Erlös in der Stadtkasse: eine Million Euro.

Evelyn ter Vehn

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