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Schere zwischen Arm und Reich in Leipzig klafft weiter auseinander

Nettoeinkommen steigen Schere zwischen Arm und Reich in Leipzig klafft weiter auseinander

Die Einkommen in Leipzig steigen, aber davon profitieren vor allem die Besserverdiener. Die Folge: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.

Mehr Geld für Besserverdiener: Die Einkommensschere zwischen Arm und Reich klafft in Leipzig immer weiter auseinander.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Leipziger arbeitet länger als der Durchschnittsdeutsche, verdient aber deutlich weniger. Das ist eines der Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage 2014, die am Donnerstag im Rathaus vorgestellt wurden. Mit 38 Stunden (Männer: 40, Frauen: 36) lag die wöchentliche Arbeitszeit laut der repräsentativen Befragung des Amtes für Statistik und Wahlen drei Stunden über dem Bundesdurchschnitt von 35,3 Stunden. Bei den Einkünften hängen die Messestädter dem bundesweiten Schnitt allerdings noch immer ein ganzes Stück hinterher.

Das persönliche Nettoeinkommen in Leipzig stieg 2014 um 55 Euro an und liegt nun bei 1207 Euro pro Monat. Auch das Haushaltsnettoeinkommen ist im vergangenen Jahr um mehr als sieben Prozent gestiegen. Es belief sich auf 1662 Euro - 113 Euro mehr als im Vorjahr. Beim Nettoäquivalenzeinkommen, das sich aus der Personenanzahl je Haushalt ermittelt, liegt Leipzig jedoch 170 Euro unter dem bundesweiten Schnitt von 1487 Euro (Stand 2013). Jeder Messestädter hatte 2014 hier laut den Berechnungen nur 1314 Euro zur Verfügung, was immerhin einem Plus von 47 Euro zum Vorjahr entspricht.

Besserverdiener profitieren stärker

Nicht alle Bevölkerungsschichten können jedoch gleichermaßen vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Die Schere zwischen Arm und Reich öffne sich weiter, erklärte das Amt für Statistik und Wahlen. Grund sei eine überdurchschnittliche Steigerung hoher Einkommen. Die Folge: Die Lücke zwischen den einkommensstärksten 20 Prozent der Leipziger Bevölkerung und den einkommensschwächsten 20 Prozent wächst.

So funktioniert die Kommunale Bürgerumfrage

Für die 24. Kommunale Bürgerumfrage der Stadt Leipzig wurden seit Oktober 2014 insgesamt 6000 Fragebogen an repräsentativ ausgewählte Personen in Leipzig versendet. Bis zum 20. Januar 2015 kamen 2653 ausgefüllt wieder zurück, was einer Quote von 45,9 Prozent entspricht. Nach Angaben aus dem Amt für Statistik und Wahlen sind die Ergebnisse repräsentativ und können auf alle Leipziger zwischen 18 bis 85 Jahren übertragen werden.

Vor allem 34 bis 49 Jahre alte Befragte hatten 2014 deutlich mehr Geld in der Tasche. Ihr Nettoeinkommen stieg von 1464 Euro im Vorjahr auf 1600 Euro. Bei 18- bis 34-Jährigen gab es dagegen kaum Veränderungen, da in diese Gruppe auch viele Studenten, Berufsanfänger und junge Familien fallen. Das Einkommen Selbständiger sank sogar von 1351 Euro auf 1275 Euro.

Zwischen den Geschlechtern nähern sich die Einkommen langsam an. Während Männer 1333 Euro verdienen, konnten Frauen mit 1117 Euro leicht aufschließen. Nach wie vor sind mit 69 Prozent der Frauen deutlich weniger als bei den Männern (75 Prozent) erwerbstätig, was sich auch im Lohngefüge widerspiegelt.

7000 neue Jobs in einem Jahr

Dass der Jobmotor in Leipzig brummt, belegen auch aktuelle Zahlen aus dem Statistischen Landesamt des Freistaats. Von 2012 zu 2013 gab es in ganz Sachsen rund 10.000 Erwerbstätige mehr – allein 7000 davon in Leipzig. In Dresden kamen mit 3500 Personen lediglich halb so viele Menschen in Arbeit, während es im Erzgebirge, in Zwickau und im Vogtlandkreis Verluste gab. Vor allem im Dienstleistungsbereich und im produzierenden Gewerbe sei in den kreisfreien Städten ein deutlicher Aufschwung festzustellen, teilten die Kamenzer Statistiker am Donnerstag mit.

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