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Lokales Schild an Schild: Neue Hinweise auf der Leipziger Karl-Liebknecht-Straße
Leipzig Lokales Schild an Schild: Neue Hinweise auf der Leipziger Karl-Liebknecht-Straße
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12:23 20.02.2016
Für einzelne Parkbuchten gibt es auf der Karl-Liebknecht-Straße inzwischen drei Parkschilder.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Überdurchschnittlich viele Bäume hat die Leipziger Südvorstadt nicht zu bieten. Dafür gibt es auf dem kürzlich sanierten Teil der Karl-Liebknecht-Straße inzwischen einen beachtlichen Schilderwald. Neben den üblichen Straßennamen- und Vorfahrtsschildern stehen hier nun auch Dutzende Zeichen, die auf Verweilmöglichkeiten für Autofahrer entlang der Magistrale hinweisen. Zum Teil folgen immer gleiche Hinweise in nur kurzen Abständen hintereinander. Grund für den vermeintlichen Schildbürgersteich: Es gibt verschiedene Arten von Haltebuchten und eine anspruchsvolle Verkehrsraumsituation.

Laut Michael Jana, Leiter des Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamtes (VTA), wurden zwischen Martin-Luther-Ring und Südplatz insgesamt 65 eingerückte Kurzzeitparkplätze errichtet, auf denen per Schild auch eine Parkscheibe verlangt wird. Dazu kommen Hinweise, dass Kurzzeitparken nur an Wochentagen geboten ist. Vor den Geschäften und Restaurants wurden zudem auch sieben Anlieferzonen (amtsdeutsch: Andienzonen) für Gewerbetreibende angelegt, auf denen eingeschränktes Halteverbot für Privatfahrer gilt. Zusatzschilder auch hier: Die Regelung gilt nur an Wochentagen.

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Das kürzlich sanierte Stück der Leipziger Karl-Liebknech-Straße ist etwa einen Kilometer lang. In den vergangenen Wochen wurden hier 90 neue Verkehrsschilder montiert, zum Teil immer dieselben in kurzer Reihenfolge.

Ausreichend sind die Hinweise allerdings nur mit einem dritten Schild: Da Haltverbote eigentlich nur für Fahrbahnen gelten können, musste für die eingerückten Lieferzonen auch noch „Auf dem Seitenstreifen“ ergänzt werden, so Jana weiter. Denn: „Ohne dieses Zeichen wäre eine Ahndung von ordnungswidrig parkenden Fahrzeugen in den Andienzonen nicht möglich.“

Ein Schild pro Parkbuchte

Bleibt die Frage, warum zum Teil ständige Wiederholungen der Kurzparkschilder auf nur wenigen Metern nötig sind. „Aus der Beschilderung muss deutlich hervorgehen, dass sie sich allein auf die Parkbuchten bezieht. Eine Beschilderung mit Anfang/Ende bezöge sich zunächst auf die Fahrbahn, wo sich aber ein markierter und beschilderter Radfahrstreifen befindet, der dann zugeparkt wäre“, erklärt der Amtsleiter.

Alternativ hätte die Kommune auch hier Schilder mit der Einschränkung „auf dem Seitenstreifen“ zufügen können, damit aber die Grundstückszufahrten auch zu Parkplätzen gemacht. Vor jeder Toreinfahrt wäre dann ein „Parkplatz Ende“ und anschließend wieder „Parkplatz Anfang“ nötig gewesen. „Die Anzahl der Standorte wäre so etwas geringer, die Anzahl an einzelnen Verkehrszeichen gleich oder sogar größer“, sagte der Chef der Straßenbaubehörde am Freitag gegenüber LVZ.de.

Aufgrund besserer Übersichtlichkeit habe sich die Stadtverwaltung deshalb an einigen Stellen für jeweils ein Parkschild pro Buchte entschieden. Insgesamt 30 Rohrpfosten seien so in den vergangenen Wochen entlang der Karl-Liebknecht-Straße entstanden, erklärte der VTA-Amtsleiter. Daran wurden jeweils drei Schilder montiert – macht gut 90 neue Schilder auf knapp einem Kilometer Straße.

Laut Jana handele es sich beim neuen Schilderwald auf der Karl-Liebknecht-Straße um eine gängige Praxis, die nicht nur in Leipzig sondern auch in anderen deutschen Städten üblich ist. Ein weiterer Grund für die penibel genaue Ausweisung dürfte allerdings auch die Zahl der Verstöße nach der Sanierung der Magistrale gewesen sein: Bis Mitte Dezember seien insgesamt 462 Falschparker zur Anzeige gebracht und 19 Fahrzeuge abgeschleppt worden, sagt Jana. Seit Jahresbeginn ist ein Fehlverhalten weniger häufig zu beobachten. Der VTA-Amtsleiter warnt allerdings: Das Ordnungsamt kontrolliert weiterhin verstärkt und wird Falschparker ahnden.

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Von Matthias Puppe

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