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Lokales Schlagloch-Bilanz: Leipzig will gröbste Winterschäden bis Mai beseitigen
Leipzig Lokales Schlagloch-Bilanz: Leipzig will gröbste Winterschäden bis Mai beseitigen
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16:22 08.03.2012
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Leipzig

Der Winter war insgesamt eher mild, und 4,4 Millionen Euro stehen 2012 für die Ausbesserung des Straßennetzes zur Verfügung. Doch das Hauptproblem bleibt: Viele Straßen in der Stadt sind stark vorgeschädigt.

Die Winterschäden halten sich in diesem Jahr in Grenzen, soviel kann das Tiefbauamt sagen. „Es gab in diesem Jahr nicht diesen ständigen Wechsel zwischen Frost- und Tauperioden“, erklärte Straßenbau-Experte Christoph Bock. Laut Anja Juckeland vom Deutschem Wetterdienst hatte Leipzig von Ende Januar bis Februar 16 Tage durchgehend klirrende Kälte, dann allerdings mit 20 und mehr Minusgraden. Für die Meteorologen war das trotzdem ein milder Winter, ganz im Gegensatz zu den harten Kälteperioden 2010/11.

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4,4 Millionen Euro für Instandhaltung der Straßen zu wenig

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Nach dem harten Frost 2010/11 gab der Freistaat rund zwei Millionen Euro Sonderzuweisungen für Reparaturarbeiten an den Leipziger Straßen. Davon zehrt die Stadt in diesem Jahr: 980.000 Euro stehen aus Landesmitteln zur Verfügung, insgesamt sieht der Haushalt für Ausbesserungsarbeiten am rund 1600 Kilometer langen Netz in Leipzig 4,4 Millionen Euro vor. Den tatsächlichen Bedarf für die Straßenunterhaltung schätzt die Stadt aber auf rund 13 Millionen Euro.

Die Flickteams arbeiten gegen den Verfall an. „Wo die Straßen nicht in letzter Zeit saniert wurden, haben wir das ganze Jahr zu tun“, fasst Bock zusammen. Die aktuelle Prioritätenliste richtet sich nach den Ergebnissen der Teams, die zweiwöchentlich das Hauptverkehrsnetz befahren. Vor allem der Ring in der City und Magistralen, wie die Prager Straße im Südosten oder die Georg-Schumann-Straße im Nordwesten Leipzigs, sind gebeutelt. Auf vielen Strecken müssen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) auch im Gleisbereich Löcher stopfen.

Facebook-Umfrage: Wurzner Straße ist Schlaglochpiste Nr. 1

Bis Mai will die Stadt die größten Schadstellen im 330 Kilometer langen Hauptnetz der Stadt behoben haben. An manchen Stellen bleibt nur die Verwaltung des Mangels. So wurden in der Wurzner Straße im Osten der Stadt zwischen Dresdner- und Torgauer Straße Schilder aufgestellt, die auf Straßenschäden hinweisen. Bei einer noch laufenden Facebook-Umfrage von LVZ-Online wählten die Nutzer diese Piste auf Platz eins der Schlagloch-Meilen. Gibt es die Haushaltslage her, will die Stadt dort im nächsten Jahr sanieren.

Auf der Wunschliste der dringend zu flickenden Straßen folgen in der Facebook-Umfrage die Zschochersche Straße, die Karl-Liebknecht-Straße, die Merseburger Straße (zwischen Friedhof und Georg-Schwarz-Straße) und die Lützner Straße. Aufhorchen lässt ein allgemeiner Wunsch der Facebook-Nutzer: „Endlich mal alle kleinen Nebenstraßen reparieren.“ Die Stadt lässt keinen Zweifel: Nicht vor Mai, und nur dort, wo unbedingt nötig.

Evelyn ter Vehn

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