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Lokales Schlussspurt am Bayerischen Bahnhof: Vorm Portikus entsteht ein Stadtplatz
Leipzig Lokales Schlussspurt am Bayerischen Bahnhof: Vorm Portikus entsteht ein Stadtplatz
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23:59 08.09.2014
Leipzig

Wie das Areal gestaltet werden soll, hat den Planern nicht unerhebliches Kopfzerbrechen bereitet. Denn das Gelände ist zur Kreuzung hin abschüssig und die Denkmalschützer bestanden darauf, dass an dem historischen Geländeniveau nichts verändert wird. Der Grund: Passanten des Bayerischen Platzes sollen weiterhin die gewohnte Blickbeziehung haben, durch die der denkmalgeschützte Portikus des Bayerischen Bahnhofs zur Geltung kommt. "Der ursprüngliche Gestaltungsplan wurde schon vor über zehn Jahren erstellt", berichtet Michael Jana, amtierender Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamts. "Er wurde jetzt noch einmal überarbeitet, weil sich inzwischen die Gegebenheiten ringsum etwas verändert haben."

Gemeint ist damit insbesondere die Verlegung von zwei Straßenbahnhaltestellen dicht an die "Steinerne Spitze". Damit Passanten optimal zwischen Straßenbahnen und S-Bahnen im Untergrund wechseln können, wurde auf die ursprünglich recht schmalen Wege vor dem Portikus verzichtet und ein Stadtplatz konzipiert, über den Passanten aus fast allen Richtungen zur Tunnel-Station gelangen können.

Auch das Regenwasser-Problem wurde neu durchdacht. Denn das Tunnel-Eingangsbauwerk liegt deutlich unter dem normalen Geländeniveau und ist deshalb bei extrem starken Regenfällen besonders gefährdet. Deshalb hat die Deutsche Bahn für ihren Stationszugang ein Sicherungskonzept erarbeitet. Zu ihm gehört nicht nur eine wasserdichte Absperrung des Zugangs der Untergrundstation, sondern auch ein Regenrückhaltebecken, das sich unter der Grünfläche befindet, die an der Straße des 18. Oktober entsteht.

Neu geschaffen werden auch einige Wegebeziehungen auf dem Areal. So wird vor dem Portikus ein Weg angelegt, der die Straße des 18. Oktober mit der Arthur-Hoffman-Straße verbindet. Er führt direkt am Portikus entlang und bindet den Eingangsbereich des Gasthofes Bayerischer Bahnhof an. "Der Portikus wird auch vom Steinernen Platz erreichbar sein", betont Jana. "Links und rechts des Tunnelzugangs werden ebenfalls Wege zu ihm führen." Die Grünflächen werden von einer umlaufenden kleinen Mauer eingefasst, die als Sitzmauer dienen soll. Weil das Gelände an der Straße des 18. Oktober besonders abschüssig ist, werden dort auslaufende Stufen integriert.

Außerdem ist vorgesehen, die Wände des Tunnelzugangs mit Rankpflanzen zu begrünen. 15 Fahrrad-Bügel für insgesamt 30 Fahrräder werden aufgestellt, zehn Eichen auf dem Areal gepflanzt. "Die Kosten der Gestaltung sind im Baubudget des City-Tunnels enthalten", sagt Jana. "Wenn die Arbeiten fertig sind, wird der Platz Eigentum der Stadt."

Wie berichtet, werden die Bauarbeiten vom Berliner Projektsteuerer Deges durchgeführt, der auch den Bau des City-Tunnels gemanagt hat. "Ziel ist, bis Ende Oktober die Arbeiten abzuschließen", sagt Jana. "Im Herbst sollen die letzten Pflanzen in die Erde kommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2014

Andreas Tappert

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