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Lokales Schnee kommt zurück: Glatte Straßen machen Leipzigs Autofahrern zu schaffen
Leipzig Lokales Schnee kommt zurück: Glatte Straßen machen Leipzigs Autofahrern zu schaffen
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11:25 10.12.2012

Im Laufe des Tages droht gefährliches Glatteis. Auch die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) hatten am Montag weiter mit Problemen zu kämpfen.

„Der Frost kommt zurück“, sagte Sebastian Manns, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig-Holzhausen. Und auch der Regen geht im Laufe des Tages im Tiefland wieder in Schnee über. Allerdings falle der Niederschlag nicht mehr so kräftig wie am Sonntagnachmittag aus. Da hatte ein Tiefdruckgebiet Leipzig rund zehn Zentimeter Neuschnee beschert.

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Weniger Unfälle als an normalen Tagen

Der Winterdienst hatte auch in der Nacht zum Montag alle Hände voll zu tun. Seit Sonntagabend seien 32 Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz gewesen, berichtete Ute Brückner, Sprecherin der Stadtreinigung. In den Morgenstunden wurde die Zahl auf 17 Wagen reduziert. Zeitgleich begannen 96 Mitarbeiter damit, Schneewälle an Kreuzungen zu beseitigen.

Die Unfallzahlen in Leipzig blieben moderat. Am Sonntag registrierte die Polizei 22 Zusammenstöße mit drei Verletzten. Seit Mitternacht kamen drei Unfälle dazu. Normal für die Messestadt sind 40 bis 50 Kollisionen pro Tag. „Die Leute sind eher vorsichtig unterwegs“, sagte Tino Wagner vom Lagezentrum der Polizei.

Straßenbahn entgleist am Westplatz

Dafür hatten die LVB am Sonntag und Montag mit den Folgen des Wetterumschwungs zu kämpfen. Weil sich die meisten Autofahrer, tief beeindruckt von der geschlossenen Schneedecke, tempoarm durch die Stadt tasteten, wurden auch die Straßenbahnen ausgebremst. Zumindest dort, wo sie kein eigenes Gleisbett haben, Autos und Trams sich die Routen teilen, kam es immer wieder zu Störungen. "Das betrifft das gesamte Netz", so Reinhard Bohse, Sprecher der LVB.

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Ein weiteres Problem waren etliche mit Schnee zugeschobene Weichen. "An diesen Stellen musste manuell geräumt werden, was mindestens fünf bis zehn Minuten Verspätung mit sich brachte", so Bohse. Längere Störungen, teilweise bedingt durch ausgefallene Weichenheizungen, habe es etwa für die Linie 4 am Waldplatz und die Linie 9 gegeben, die zeitweise nur bis zur Wittenberger Straße verkehrte. Im Bereich Goerdelerring/Pfaffendorfer Straße hatten die LVB ebenfalls größere Probleme. Auch in der Georg-Schumann-Straße, Dresdner Straße, Riesaer Straße und Lindenthaler Straße lief längst nicht alles rund.

Am Abend ereignete sich dann noch ein Zwischenfall am Westplatz: Gegen 18.20 Uhr kam es hier zu einer so genannten Fehlgleisung - das zweite Drehgestell der Linie 2 fuhr plötzlich in eine andere Richtung. Der Fahrer bremste sofort. Gegen 18.45 Uhr konnte der Verkehr auch hier wieder rollen. Betroffen waren die Linien 1, 2 und 14, welche Umleitungen fahren mussten.

"Aber es gab keine Unfälle und keine Totalausfälle", so Bohse. Bis gegen 19.45 Uhr rollte der Straßenbahnverkehr seinen Angaben zufolge wieder überall planmäßig. In der Nacht sollten Sondereinsätze mit dem Schneepflug gefahren werden, um alle Strecken für Montag freizuhalten.

Behinderungen auch am Montagmorgen bei den LVB

Dennoch lief auch zum Wochenstart nicht alles wie gewünscht. Wegen eines Oberleitungsschadens in der Prager Straße kam es am Montagmorgen auf den Linien 4, 7 und 15 zu erheblichen Behinderungen. Zwischen vier und fünf Uhr waren Prager und Dresdner Straße nicht befahrbar, die Bahnen mussten über die Kohlgartenstraße umgeleitet werden. Zudem fuhren die Straßenbahnlinien 3 und 7 auf der Torgauer Straße in Richtung Hauptbahnhof mit erheblicher Verspätung. Kurz nach sieben Uhr war eine Bahn im Bereich Schwantesstraße liegengeblieben, was zu Behinderungen führte.

Die seit Sonntag andauernde Störung der LVB-Webseite war auch am Montag noch nicht behoben. „Leider ist der Server offensichtlich durch hohe Zugriffszahlen überlastet und demzufolge funktioniert das LVB-Internet nicht zuverlässig“, so Bohse. Die elektronischen Auskünfte an den Haltestellen seien von der Störung jedoch nicht betroffen. Bohse verwies auf alternative Informationsquellen wie die Handy-App easy.GO sowie die Verbindungsauskünfte der Deutschen Bahn (www.db.de) und des MDV (www.mdv.de).

Die frostigen Temperaturen und der Schneefall sollen sich laut DWD zunächst bis zum Mittwoch fortsetzen. Ein Umschwung ist am Freitag in Sicht. „Dann steigen die Werte wieder an und Tauwetter setzt ein“, so Sebastian Manns gegenüber LVZ-Online.

mro/F.D./nöß

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