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Lokales Schneematsch in Leipzig – Der Winteranfang fällt ins Wasser
Leipzig Lokales Schneematsch in Leipzig – Der Winteranfang fällt ins Wasser
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19:06 28.11.2015
Quelle: Robert Nößler
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Leipzig

Zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember ist kein Frost-Wetter in Sicht. „In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden Tageswerte von fünf bis sechs Grad erwartet. In den Nächten bleibt es mit ein bis zwei Grad weitgehend frostfrei“, sagte Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Das letzte Novemberwochenende sollte zunächst jedoch nasskalt und stürmisch werden - und auf den Straßen teils auch glatt. Am Samstagvormittag setzte in Leipzig leichter Schneefall ein, der bis zum Mittag in Regen überging.

Trotz der Rutschgefahr gab es in der Messestadt am Samstag kein erhöhtes Unfallaufkommen. Ganz im Gegenteil: „Wir hatten heute weniger Unfälle als an anderen Tagen“, fasste Jack Dietrich, erster Polizeihauptkommissar und Polizeiführer, die Lage auf den Straßen zusammen. Erfahrungsgemäß würden die Autofahrer beim ersten Schnee besonders vorsichtig fahren. Diese Vorsicht ließe jedoch rasch nach, wenn die Menschen sich an das Wetter gewöhnt hätten, so Dietrich.

Der meteorologische Herbst – vom 1. September bis Ende November – war in der Region mit durchschnittlich acht bis neun Grad ein Grad zu warm. „Aber es gab schon wärmere Herbstwerte, beispielsweise das Jahr 2006 mit einer Durchschnittstemperatur von 11 bis 12 Grad für die Monate September, Oktober und November“, sagte Oehmichen. Beim Niederschlag und der Sonnenscheindauer lag der diesjährige Herbst mit 120 bis 150 Liter Regen je Quadratmeter und rund 300 Sonnenstunden in der Norm.

Wärmerekorde in Leipzig, Jena und auf dem Brocken

Dennoch gab es für den November 2015 auch einige Rekorde. „Mit 19,5 Grad wurde in Leipzig für einen 7. November ein neuer Wärmerekord aufgestellt, der alte Rekord mit 17,3 Grad stammt aus dem Jahr 1997“, sagte der Meteorologe. „In der Station Jena Sternwarte wurden an diesem Tag sogar 21,3 Grad gemessen, damit wurde der alte Rekord mit 20,4 Grad aus dem Jahr 1955 geknackt.“ Für den Brocken sei am 3. November ein neuer Wärmerekord für den Monat November erreicht worden - 19,8 Grad. Bisher war der 6. November 2011 mit 18,9 Grad der wärmste November-Tag.

Ein Indiz für die Klimaerwärmung sei der Vergleich der 30-jährigen Langzeitmittel für den meteorologischen Herbst. Zwischen den 60-er Jahren und heute betrage beispielsweise die durchschnittliche Erwärmung für Leipzig zwei zehntel Grad, für Erfurt fünf Zehntel und für Dresden ein zehntel. Zudem werden meist Wärmerekorde und seltener Kälterekorde gebrochen.

lvz/joka

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