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Lokales Schnelle Hilfe für lau: Leipzigs Studenten-Fahrrad-Werkstatt
Leipzig Lokales Schnelle Hilfe für lau: Leipzigs Studenten-Fahrrad-Werkstatt
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17:15 19.05.2015
"Radgeber" Maik Weber (31) hilft Studentin Mathilda Stephan (24) in der studentischen Selbsthilfewerkstatt "Radgeber". Quelle: Andreas Doering

Nur schrauben müssen die Besucher selbst.

Die Temperaturen steigen, die Fahrradsaison ist eingeleitet. Vor Maik Webers Werkstatt in der Leplaystraße 5 herrscht Stau. Winterschäden, platte Reifen: Knapp 15 Studenten wollen ihr Rad in Schuss bringen. Die Stimmung ist entspannt. Manche überbrücken die Wartezeit mit einer Unterhaltung, andere sind in Bücher vertieft. Die Zeiten, in denen sich der große Ansturm auf die Werkstatt auf den Bürgersteig ausdehnte, Radler dort werkelten, sind vorbei. Damals noch in der Härtelstraße konnte Chef Maik Weber der Nachfrage nach seinen nur vier Montageplätzen kaum gerecht werden. "Abends musste ich immer den Bürgersteig aufräumen, alles lag voller Schrauben und Muttern."

Diese Zeit ist vorbei, die Werkstatt mit elf Plätzen auf 140 Quadratmetern deutlich größer, die Öffnungszeiten heute doppelt so lang - von 11 bis 19 Uhr. Der gelernte Tischler hat drei Zweiradmechaniker und eine 400-Euro-Kraft im Team. Finanziert wird die Werkstatt vom Studentenwerk und vom Schleußiger Fahrradladen Rückenwind. Die übrigen Kosten werden aus dem Ersatzteil-Verkauf gestemmt. Im Winter nutzen monatlich über 800 Radler das Angebot, im Sommer bis zu 1500.

Das Geschäft Rückenwind, für das Maik Weber arbeitete, hatte an einer Ausschreibung des Studentenwerks für eine Selbsthilfe-Werkstatt teilgenommen. Und gewonnen.

"Die Ausstattung ist super, es ist alles da, was man braucht", sagt Tarek Weslati. "Das Basteln macht Spaß und ich mag das Geräusch von Öl", erzählt der 25-jährige Physikstudent, während er die gerissene Kette seines Rades wieder flickt. Neben ihm macht Christian Scharf sein Rad fit für den Sommer. Bremsen, Reifen und Schutzbleche haben den Winter über gelitten. "Die Werkstatt ist eine tolle Sache für Studenten, die finanziell nicht so gut dastehen", meint der 24-Jährige. "Gerade für Hobbyschrauber ist es ein Privileg, hier arbeiten zu können", findet der Dresdner, der in Leipzig Theologie studiert. Begeistert ist auch Malissa Engels, die einen Schlauch und ein gerissenes Schutzblech wechselt. "Hier bin ich motivierter als wenn ich das alleine Zuhause machen müsste", sagt die 23-jährige Psychologie-Studentin. Einen Schlauch wechseln muss auch Mathilda Stephan. "Ich habe hier sehr nette Unterstützung bekommen. Alleine hätte ich nicht gewusst, wie's geht", erzählt die 24-jährige Medizin-Studentin.

In erster Linie richtet sich die Werkstatt an Studenten. Aber auch andere können sie in Anspruch nehmen - für drei Euro pro Stunde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2013

Liebling, Patricia

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