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Lokales Schneller Anstieg der Masern-Fälle in Sachsen – In Leipzig erkrankt erstmals ein Erwachsener
Leipzig Lokales Schneller Anstieg der Masern-Fälle in Sachsen – In Leipzig erkrankt erstmals ein Erwachsener
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13:51 27.02.2015
Eine doppelte Impfung schützt gegen Masern. Quelle: Lukas Schulze
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Leipzig

Dort seien alle 30 bisher Erkrankten nicht geimpft gewesen, teilte die Stadt mit. In der Messestadt steckte sich jetzt erstmals ein Erwachsener mit Masern an.

„Es besteht kein Grund zur Panik“, so Nils Lahl, Sachgebietsleiter Infektionsschutz am Leipziger Gesundheitsamt. Die Behörde wies aber nochmals darauf hin, dass Masern nicht ausschließlich eine Kinderkrankheit seien. Schutz bieten nur eine zweimalige Impfung gegen Masern oder eine bereits überstandene Masern-Erkrankung. Lahl weist darauf hin, dass es für die Impfung keine Altersbeschränkung nach oben gebe. Kleinkinder können frühestens ab elf Monaten geimpft werden.

In Sachsen gelten Menschen, die vor 1958 geboren wurden, als geschützt, so die Behörde weiter. Eltern und Großeltern könnten mit dem Impfschutz als Überträger für Kinder ausgeschlossen werden. Gerade bei den Kleinsten träten am häufigsten Komplikationen auf, wenn sie erkranken. Auch Spätfolgeschäden wie Gehirnentzündungen (SSPE) drohen.

Ansteckung im Vorübergehen

Das Gesundheitsamt Leipzig dokumentierte jetzt auch einen Fall, bei dem die Inkubationszeit – die Phase zwischen Übertragung und Ausbruch der Krankheit – mit 15 Tagen „recht lang“ gewesen sei. Gemäß Infektionsschutzgesetz verbietet das Amt „empfänglichen Kontaktpersonen“, also Ungeimpften, Besuche und Tätigkeiten in Kitas oder Schulen für einen Zeitraum von 16 Tagen.

Die Behörde macht abermals deutlich, wie extrem ansteckend die Krankheit ist. So sei in einem Fall zweifelsfrei nachgewiesen worden, dass sich eine nicht geimpfte Person „wortwörtlich im Vorübergehen“ bei einem an Masern leidenden Kind angesteckt habe – „ohne jeglichen Berührungs- und Gesprächskontakt“. Beide Personen hätten sich lediglich im selben Raum aufgehalten. Daher sollte man sich bei Masern-Verdacht auch nicht ins Wartezimmer des behandelnden Arztes setzen, sondern den Verdacht schon bei der Anmeldung mitteilen.

Berlin ist nach wie vor besonders durch die Masern-Welle gebeutelt. Wie der Berliner Tagesspiegel berichtet, empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Eltern in der Hauptstadt, mit Babys besser nicht das Haus zu verlassen.

Evelyn ter Vehn

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