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Lokales Schneller zum Facharzt - Rheuma-Patienten in Leipzig bekommen schneller Hilfe
Leipzig Lokales Schneller zum Facharzt - Rheuma-Patienten in Leipzig bekommen schneller Hilfe
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23:59 09.08.2013
Start des Projekts Rheuma Aktiv: Andreas Teich im Gespräch mit Patientin Annett Standfuß. Quelle: André Kempner

Elf Fachkollegen in Sachsen, sieben allein in Leipzig, und 440 Hausärzte sind bereits mit von der Partie.

"Das Problem ist: Da hat ein Hausarzt einen Verdacht auf rheumatoide Arthritis und überweist zum Facharzt zwecks Abklärung. Und der Patient zieht damit dann los. Bundesweit bekommt er im Schnitt einen Termin in sechs bis neun Monaten", erzählt Anja Schemken, die seitens der Kasse das Projekt begleitet. In Leipzig ist Rheuma-Experte Andreas Teich, zugleich Landesverbandschef seiner sächsischen Berufskollegen, mit im Boot. "Im Freistaat ist es immerhin schon möglich, binnen ein bis drei Monaten einen Termin zu bekommen", weiß er.

Wobei Leipzig selbst "noch eine der bestaufgestelltesten rheumatologischen Versorgung" vorzuweisen habe - mit vier Facharztpraxen, Uni-Ambulanz, Möglichkeiten in der Robert-Koch-Klinik. Nichtsdestotrotz betont Teich: "Die Chance für einen Behandlungserfolg hängt bei Rheuma sehr davon ab, wie früh die Therapie einsetzt." Er wünsche sich daher noch mehr Hausärzte an Bord und zerstreut deren Befürchtungen, sie hätten damit auch mehr Papierkram an der Backe. Der Hausarzt fülle lediglich einen vereinfachten Verdachtsbogen aus, worauf er nur noch zwei, drei Dinge ankreuzen muss, so Schemken. Der Patient legt den Bogen dem Facharzt vor, bekommt umgehend seinen Termin, und wird, wenn er einwilligt, ins Rheuma-Aktiv-Programm aufgenommen. Darin stimmen dann mit ihm Haus- und Facharzt die Behandlung ab. Was unter anderem heißt: es wird in Abständen auch mal geguckt, wie viele Medikamente der Patient so wegputzt und ob die sich nicht in ihrer Wirkung beeinträchtigen.

Teich fügt hinzu: "Dadurch, dass die AOK Plus alle relevanten Regelungen für das Projekt mit der Kassenärztlichen Vereinigung getroffen hat, ist das auch für uns Ärzte einfach. Der Rheumatologe, der eingebunden ist, bekommt sogar einen kleinen Bonus, der es ihm gestattet, sich länger mit seinem Patienten in dem Programm zu beschäftigen, auch mal diese oder jene Untersuchung beim Abklopfen seines Gesundheitszustandes zusätzlich zu machen, was im Alltagsbetrieb so nicht möglich ist."

Inwieweit sich das Kassenprojekt für alle, insbesondere Rheumapatienten auszahlt, soll evaluiert werden. "Wir planen das jedenfalls", so Schemken.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.08.2013

Angelika Raulien

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