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Lokales Schock an der Universität: Professor Dirk Bartz bei Halbmarathon gestorben
Leipzig Lokales Schock an der Universität: Professor Dirk Bartz bei Halbmarathon gestorben
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00:03 03.04.2010
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Leipzig

Die Leitungen von Universität und Medizinischer Fakultät zeigten sich zutiefst betroffen und sprachen der Familie des erst 42-jährigen Wissenschaftlers ihr tief empfundenes Beileid aus.

"Als international anerkannter Hochschullehrer erwarb sich Dirk Bartz hohes Ansehen bei seinen Kollegen in der Universität und außeruniversitär, bei den Mitarbeitern, Doktoranden und Studierenden", sagte Uni-Rektor Professor Franz Häuser. Bartz war 2007 als erster Professor für computerassistierte Chirurgie am Innovationszentrum für computergestützte Chirurgie (ICCAS) an der Medizinischen Fakultät berufen worden. "Sein plötzlicher Tod hat die Medizinische Fakultät tief erschüttert. Es ist schrecklich. Wir fühlen mit seiner Familie und trauern um ihn. Er war der führende Wissenschaftler in der Programmentwicklung der computerassistierten Chirurgie. Ohne seine Kompetenz und sein internationales Ansehen wäre die erfolgreiche Evaluierung und Weiterförderung des Innovationszentrums für computergestützte Chirurgie nicht möglich gewesen. ICCAS wird immer mit seinem Namen verbunden bleiben", so Dekan Professor Joachim Thiery. "Wir sind ihm dankbar, auch für seinen aktiven Einsatz im Fakultätsrat, dem er seit 2008 als gewähltes Mitglied angehörte."

Bartz, im Juli 1967 im Hunsrück geboren, studierte Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg mit den Schwerpunkten Kommunikationssysteme, Computer-Grafik und Medizin. Er promovierte 2001 und habilitierte 2005 in Tübingen, wo er bis zu seiner Berufung nach Leipzig Vorlesungen zu virtuellen Umgebungen und Mensch-Maschine-Schnittstellen hielt. Als international gefragter Dozent für Medical Imaging and Virtual Medicine war er auch in Spanien, an Universitäten in Barcelona und Girona, tätig.

Bartz war am Sonntag bei dem Halbmarathon 500 Meter vor dem Ziel kollabiert und konnte nicht mehr reanimiert werden. Nach Angaben von Jürgen Lock, Geschäftsführer des Berliner Veranstalters SCC Running, sei er schnell versorgt worden. Bevor der Rettungsdienst eintraf, hatten sich Zuschauer um den Mann gekümmert, der eine Zeit von etwa zwei Stunden für die 21,1 Kilometer erreicht hätte. Ersthelferin sei eine Krankenschwester gewesen, sagte Lock. Schon wenig später sei wegen der unmittelbaren Nähe zum Ziel der medizinische Leiter Lars Brechtel eingetroffen. "Wir haben den Notruf sofort reinbekommen. Doktor Brechtel war sofort vor Ort", betonte Lock. Die Ermittlungen zu dem Fall würden laufen. Es war bereits der zweite Todesfall beim Berliner Halbmarathon nach 2007.

Wie es am Freitag an der Leipziger Universität hieß, sei die Ursache des Todes von Dirk Bartz noch unklar.

dpa/S.K.

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