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Lokales Schock für Connewitz: Neue "Horror"-Baustelle bringt wochenlange Straßensperrung
Leipzig Lokales Schock für Connewitz: Neue "Horror"-Baustelle bringt wochenlange Straßensperrung
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01:00 26.06.2013
Wegen Bauarbeiten muss die Bornaische Straße in Leipzig-Connewitz wochenlang gesperrt werden. Quelle: Volkmar Heinz

Weil die Bornaische vom 12. August bis zum 8. September für den Autoverkehr gesperrt wird und vom 22. Juli bis zum 25. August dort auch keine Straßenbahnen fahren können, bezeichneten Zuhörer das Vorhaben als "Horror" und "Katastrophe".

"Wir muten Ihnen viel zu", räumte LVB-Experte Matthias Lietze ein, als er jetzt in der Grundschule Connewitz über das Projekt informierte. Denn die LVB müssen die fast völlig verschlissenen Gleise zwischen Eckstein- und Prinz-Eugen-Straße dringend erneuern und die Kommunalen Wasserwerke bringen zuvor im Untergrund mehrere Ver- und Entsorgungsleitungen auf Vordermann. Auch die Haltestellen Klemm- und Hildebrandstraße werden behindertengerecht gestaltet sowie in der Klemmstraße der Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn ausgebaut. Auch am Wiedebachplatz erneuern die LVB vom 15. Juli bis 8. September Gleise. Und im Straßenbahnhof Dölitz beginnen vorbereitende Abbrucharbeiten für eine Neugestaltung. Die Haltestelle Pfeffingerstraße wird aus Finanzierungsgründen wahrscheinlich erst im Jahr 2015 modernisiert.

Die Linie 11 wird in Lößnig enden, die Linie 10 nach Markkleeberg-West (Mitte) umgeleitet. Der Autoverkehr soll durch die Meusdorfer Straße rollen. Quelle: Quelle LVB

Ratlose Connewitzer wollten wissen, wo sie mit ihren Autos fahren können, wenn die Bornaische Straße wochenlang unpassierbar ist. Die vorgeschlagene Umleitung über die Meusdorfer Straße funktioniere nicht, weil diese zugeparkt sei, hieß es. "Es gibt aber keine anderen geeigneten Straßen in dieser Gegend", erwiderte Lietze.

Ältere wollten wissen, wie sie zum Supermarkt kommen, um sich Lebensmittel zu kaufen. Die Straßenbahn falle ja wochenlang aus. "Dafür richten wir eine Quartiersbuslinie Q mit einem kleinen Bus von Typ Sprinter ein", entgegnete Lietze. Dieser werde mit bis zu 15 Personen im Halb-Stunden-Takt durch Connewitz fahren und verfüge auch über eine Rampe für Rollstuhlfahrer.

Mehrere Connewitzer forderten ein größeres Fahrzeug und einen dichteren Fahrtakt. Nur so könne der Bedarf gedeckt werden, hieß es. Lietze: "Häufigere Fahrten sind nicht möglich, denn der Bus kommt nicht schneller durch die Baustelle." Ein großer Bus würde gar nicht durchkommen.

Andere Zuhörer wollten wissen, ob die Gleisschleife an der Klemmstraße so aufwendig ausgebaut wird, damit dort künftig die Straßenbahnlinie 9 wenden und Markkleeberg abgehangen werden könne. Dies sei diskutiert worden, erklärte Sikora. "Aber das wird definitiv in diesem Jahr nicht passieren." Die LVB wollen noch detailliert informieren, die Buslinien 70 und 79 verkehren mit Umleitung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2013

Andreas Tappert

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