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Lokales Schönauer Parkfest begeistert wieder Tausende
Leipzig Lokales Schönauer Parkfest begeistert wieder Tausende
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19:20 20.08.2017
Bettina Striegan im Wettstreit mit Uwe Walther in der Gladiatoren-Arena.  Quelle: André Kempner
Leipzig

Ein lauschiger Park, ein abwechslungsreiches Programm, engagierte Organisatoren – und schon kommt ein mitreißendes Volksfest heraus. Das erlebten Zehntausende Besucher bei der 24. Auflage des Schönauer Parkfestes am Wochenende. Gekommen waren nicht nur Grünauer – Leipziger aus vielen Stadtteilen feierten drei Tage lang den Höhepunkt des Grünauer Kultursommers.

Schlager, Hüpfburg und Mitmachstationen: Jung und Alt strömten am Wochenende zum Schönauer Parkfest, das erneut zum großen Erfolg wurde.

Auch in diesem Jahr hatten Kulturamt und Uwe Walther vom Komm-Verein neben Profi-Künstlern zahlreiche Grünauer Akteure mit ins Boot geholt: Vereine, Bildungseinrichtungen, Parteien – aber auch Wohnungsbaugesellschaften waren mit von der Partie. Doch wer auch immer auf der großen Parkwiese oder der Bühne seine Angebote präsentierte – die Aufmerksamkeit war ihm sicher. Naturgemäß sprang besonders bei den Musikern der Funke über.

Zahlreiche Künstler traten auf, die sich schon in der ehemaligen DDR einen Namen gemacht hatten und heute noch beliebt sind. So etwa Maja Catrin Fritzsche, die Berliner Band Engerling oder der Dresdner Schlagersänger Olaf Berger. Letzterer war kaum angekündigt – schon jubelten seine Fans los. „Leute, seid ihr bereit?“, rief der Barde in die Runde. Was für eine Frage! – klar doch. Im Nu folgte Hit auf Hit.

Sehr viel Glück habe ihm „Es brennt wie Feuer“ gebracht. „Freuen würde ich mich, wenn wir es als letztes Lied gemeinsam singen.“ Gesagt, gesungen. Doch damit war noch lange nicht Schluss: „Heute habe ich ja besonders viel abgeräumt“, seufzte der Sänger ein bisschen theatralisch und sammelte neben Dutzenden Plüschtieren ein Glas Leberwurst ein. Dafür habe er mal seine Vorliebe bekundet. Plüschtiere von den Fans, Autogramme vom Künstler: Die Warteschlange der Berger-Anhänger nahm kein Ende. „Ein herzlicher, bescheidener Mann“, schwärmte Bärbel Lüdtke. „Wir Fans kennen uns alle untereinander, besuchen viele seiner Veranstaltungen“, so die Schönauer Autogrammjägerin.

Aber auch Urte Blankenstein kann sich über mangelnde Anhänger nicht beklagen. Schon vor ihrem Auftritt verteilte die Schauspielerin Autogramme. „Das gab es ja noch nie“, freute sich die 75-Jährige, die 30 Jahre lang als „Frau Puppendoktor Pille mit der großen klugen Brille“, die jungen DDR-Fernsehzuschauer begeisterte. Genauso spielend schaffte sie dies mit den Parkfestgästen. „Der Nächste bitte“ heißt ihr aktuelles Kinderprogramm. Das Fazit der turbulenten Sprechstunde: Lachen ist die beste Medizin.

Was die gestandenen Künstler können, das schaffen auch die Laien: Egal ob Erwachsenen- oder Kindertanzgruppen, ob Grünauer Garnevals Club, Nachwuchskabarettisten oder auch kleine Artisten ihr Können zeigten – Zuschauer waren allen gewiss. Anerkennende Blicke gab es für die Klöppelkünste von Hanna Klug, die im Komm-Haus das Drehen und Kreuzen ausübt. Ebenso fingerfertig wie die Klöppeldamen: Schnitzkünstlerin Sabine Finger. Im Handumdrehen zeigte sie, wie aus einer Aubergine ein „Pinguin“ wird. Die Thailändische Schnitzkunst lasse sich in Kursen der Volkshochschule lernen. Die Einrichtung biete allein in Grünauer Schulen und Einrichtungen über 100 unterschiedliche Kurse an, machte Ilona Hensel neugierig.

Viele Anfragen über Mietwohnungen konnte die Wohnungsbaugenossenschaft Kontakt beantworten. Jedes Jahr ein Renner beim Parkfest: Die Versteigerung von Fund-Rädern durch das Ordnungsamt. „Super-Idee“, lobte ein Grünauer: „Dank an das ,Netz kleiner Werkstätten’, die die Räder wieder fahrtüchtig macht. Eine Super-Idee war auch das Gladiator-Spiel. Eine Art Hüpfburg, bei der sich der Gegner mittels Kraft und Geschick umschubsen lässt. Bekannte Grünauer gaben sich dort die Ehre: Bettina Striegan vom Jugend- und Altenhilfeverein und Uwe Walther vom Komm-Verein. Wer von ihnen zuerst zu Boden ging? Tja, wer hätte es gedacht? Der Uwe! Vielleicht war das K.o. ein bisschen gespielt – schließlich möchte man den Zuschauern was bieten. Hauptsache – das Fest kommt an. Und wie! „Die Veranstaltung ist ja ein richtiges kleines Stadtfest. Ich bin schon Stammgast“, sagte Cindy Camnitius und „meine Kinder auch“. Längst nicht die einzigen.

Von Ingrid Hildebrandt

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