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Lokales Schulnoten für Pflegeheime
Leipzig Lokales Schulnoten für Pflegeheime
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23:39 24.01.2010
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Leipzig

aok-gesundheitsnavi.de nachlesbar. Denn auch die Pflegeeinrichtungen selbst sind verpflichtet, diese Prüfergebnisse öffentlich zu machen.

Die ersten Test-Kandidaten hier zu Lande waren das Seniorenheim Leipzig-Volkmarsdorf (Gesamtnote 2,7), das Alten- und Pflegeheim Angelika-Stift (1,3), das Städtische Altenpflegeheim Klein-zschocher (2,5), die Seniorenresidenz Am See (3,2) und das Kursana Domizil Markkleeberg (2,5). Kriterien für die Bewertung waren für den MDK gut 82 in den Sparten "Pflege und medizinische Versorgung", "Umgang mit Demenzkranken", "soziale Betreuung und Alltagsgestaltung" sowie "Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene". Eine separate Bewohnerbefragung bescheinigte fast allen die Bestnote 1.

Kritikwürdiges fanden die MDK-Leute jedoch oftmals bei diversen Pflege-Leistungsaspekten, quittierten das etwa bei "Leipzig-Volkmarsdorf", "Kursana" und "Am See" mit "ausreichend". In jeweils beigestellten Kommentaren dürfen die Einrichtungen im entsprechenden Internet-Bericht aber auch ihre Sicht dazu äußern: Das zugrundeliegende Rechensystem sei so nicht geeignet, "das verantwortungsvolle Wirken unserer Mitarbeiter vollständig abzubilden. Bei keinem Heimbewohner wurden Versäumnisse in der Pflege festgestellt", betont da etwa die Leitung vom Heim "Am See". Und auch bei "Kursana" ist die Bewertungsweise nicht nachvollziehbar, statt dessen wird auf die "erfolgreiche Qualitätsmanagement-Tüv-Zertifizierung 2009" verwiesen. Das Heim in Kleinzschocher, in puncto Pflege mit "befriedigend" eingestuft, erklärt hingegen: "Die Empfehlung des MDK nehmen wir offen und konstruktiv entgegen, weil uns eine kontinuierliche Verbesserung der Betreuungsqualität wichtig ist."

"Der Wunsch nach Transparenz über die Qualität in den Pflegeeinrichtungen ist riesengroß", begrüßt Kristina Winter, Leipzigs Regionalgeschäftsführerin der AOK Plus, die 2009 eingeführte Regelung unangekündigter MDK-Kontrollen. Alle Beteiligten "wünschten" sich solch Wettbewerb zugunsten der Pflegebedürftigen. Wie berichtet, sollen bis Jahresende alle deutschen Einrichtungen zum ersten Mal geprüft und nach einem bundeseinheitlichen Notensystem bewertet werden. Dass dabei "die Gesamtnote selbst wenig aussagefähig ist", räumt Winter indes ein. "Interessierte sollten sich eher die Einzelfragen ansehen, vor allem pflegerisch wichtige Punkte wie Dekubitusversorgung, Sturzprophylaxe, Flüssigkeitsversorgung oder die Kommunikation mit dem Arzt", rät sie.

Angelika Raulien

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