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Lokales Schulterschluss gegen Schließung des Theklaer Jugendtreffs
Leipzig Lokales Schulterschluss gegen Schließung des Theklaer Jugendtreffs
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23:59 11.09.2014
Steffen Wehmann (Linke) setzt sich für Jugendtreff Nordost ein. Quelle: André Kempner
Leipzig

Zu erwarten gewesen wären wenigstens "Überlegungen zu möglichen Alternativen".

Linke, SPD und Grüne bereiteten nun einen gemeinsamen Antrag vor. Dieser soll die Stadtverwaltung auffordern, gemeinsam mit dem Betreiber des Jugendtreffs, dem Internationalen Bund, ein tragfähiges Konzept für das Objekt in der Klingenthaler Straße 14 zu entwickeln. "Das hätte auch den Vorteil", so Wehmann, "dass die vielfältigen Kooperationen, die sich im Umfeld des OFT mit den verschiedensten Akteuren entwickelt haben, weiter für eine aktive Sozialraumarbeit genutzt werden können." Laut Jugendhilfeplan sei ein Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nordost vorzuhalten, erinnerte er.

Wie berichtet, hatte das Jugendamt dem Betreiber des Freizeittreffs mitgeteilt, dass die Behörde für das Gebäude aufgrund zu hohen Sanierungsbedarfs keine Perspektive sehe.

CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski hat sich daraufhin in dieser Woche vor Ort umgeschaut. "Gewiss, die alte Kinderkombination ist kein Prunkbau", sagter er. Das großzügige Erdgeschoss werde als Jugendklub genutzt, mit Tischkicker- und Tischtennis-Platten. In der ersten Etage befinde sich die Ludothek, ein Spieleverleih. Ungenutzt ist dagegen die obere Etage, weil es dort reinregnet. Maciejewski: "Aber da muss man nicht gleich zwei Millionen Euro investieren, ein paar Rollen Dachpappe und einige neue Fenster reichen da schon."

Im Übrigen: Um den Treffpunkt zu schließen, müsste der Stadtrat zunächst einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2011 zur Übergabe des Jugendtreffs an den Internationalen Bund aufheben. Und dafür gibt es momentan keine Mehrheit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.09.2014

Klaus Stauebert

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