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Lokales Schweigende Menschenkette gegen Atomkraft: Greenpeace-Aktivisten ziehen durch Leipzig
Leipzig Lokales Schweigende Menschenkette gegen Atomkraft: Greenpeace-Aktivisten ziehen durch Leipzig
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19:17 19.04.2011
Schweigende Menschenkette: Greenpeace-Aktivisten protestieren in der Leipziger Innenstadt gegen Kernkraft. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Auf ihren gelben Umhänge-Transparenten waren unter anderem radioaktive Regenwolken aufgemalt und Schriftzüge wie „Restrisiko“ und „Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima…?!“ zu lesen.

Mit der Aktion erinnerten die Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Leipzig an den atomaren Super-GAU in Tschernobyl, der sich am 26. April zum 25. Mal jährt. Damals kam es als Folge einer Kernschmelze im dortigen Atomkraftwerk zu einer Explosion. Radioaktive Teilchen und Gase verteilten sich über weite Teile der Nordhalbkugel. Zugleich forderten die Greenpeace-Mitglieder einen Ausstieg aus der Kernkraft bis zum Jahr 2015.

Mit einer schweigenden Menschenkette haben Greenpeace-Aktivisten am Dienstag in der Leipziger Innenstadt gegen Kernkraft protestiert. Etwa 15 Mitglieder der Umwelt-Organisation zogen am späten Nachmittag schwarz gekleidet vom Augustusplatz Richtung Markt. Mit der Aktion machten die Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Leipzig auf den 25. Jahrestags des atomaren Super-GAU in Tschernobyl aufmerksam.

Einige Passanten blieben spontan stehen und zeigten sich interessiert an der Aktion. So informierte sich Martin Herbon bei einer Aktivistin, die als „Kleiner Gau-Ratgeber“ unterwegs war, über das Verhalten in radioaktiven Notfall-Situationen.  „Aus aktuellem Anlass finde ich diese Aufklärung wichtig“, sagte der Leipziger. Auf Ökostrom umzusteigen, sei jedoch keine Option für ihn.  Er schätze den Vor-Ort-Service seines lokalen Anbieters, so Herbon.

Am kommenden Dienstag, 26. April, ruft das Bündnis gegen Atomkraft zu einer weiteren Protestveranstaltung auf. Ab 18 Uhr wird unter dem Motto „25 Jahre Tschernobyl und nichts ist vergessen" auf dem Augustusplatz gegen die Nutzung der Atomkraft demonstriert, teilten die Veranstalter mit. Neben Beiträgen mehrerer Redner sollen Sambagruppen tanzen und eine Band spielen. Im Anschluss wird der Film „Die Wolke - Tschernobyl und die Folgen" gezeigt.

nöß/ic

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