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Lokales Schwere Niederschläge in Leipzig - Hochwasserwelle aus Thüringen erwartet
Leipzig Lokales Schwere Niederschläge in Leipzig - Hochwasserwelle aus Thüringen erwartet
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12:38 11.07.2011
Das Hochwasser ist allgegenwärtig, bewegt sich in Leipzigs Flussläufen und Flüssen hoch, aber kontrolliert. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Südöstlich von Leipzig, in Großbothen, hat es 51 Liter pro Quadratmeter geregnet. „Die Flüsse sind gesättigt durch die Niederschläge der letzten Tage“, erklärt Axel Bobbe von der Talsperrenmeisterei Rötha. Dies habe erheblich zum schnellen Ansteigen der Pleiße geführt. Dagegen sieht es im Vergleich bei der Weißen Elster und der Parthe noch ruhig aus.

Deutlich schlimmer als Leipzig erwischte es allerdings die Gemeinde St. Egidien Kuhschnappel bei Hohenstein-Ernstthal. Dort waren es 62 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Mittelwert für den Monat Juli für die Region Leipzig liegt bei 50 bis 55 Litern. „Wir können bereits jetzt sagen, dass der Juli eindeutig zu nass ist“, sagt Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst.

Doch obwohl es am Sonntagabend zu starken Regenfällen kam, hatte die Feuerwehr Leipzig keine Großeinsätze. „Bei uns war es verhältnismäßig ruhig“, sagte Sprecher Joachim Petrasch. „Es gab nur kleinere Sachen.“

Tiefdruckgebiet Kurt bescherte nicht nur Sachsen starke Regenfälle. Auch in Thüringen regnete es so stark, dass nun eine Hochwasserwelle nach Sachsen fließt. Die Welle führe das 40-fache an Wasser von dem Normalabfluss mit, so Axel Bobbe. „Dadurch steigt der Pegel zwar schnell an. Aber er sinkt genauso schnell wieder.“

Die erhöhte Wasserführung sei jedoch nicht kritisch für Leipzig und die Gemeinden herum, weshalb der Talsperrenmeister Entwarnung gibt – auch wenn für die kommenden Tage erneut Starkregen angesagt ist. „Die Talsperren im Südraum sind so eingerichtet, dass sie mehr Wasser aufnehmen. Wir können nur beobachten, was an Niederschlag herunter kommt.“ Die Alarmstufe 1 gilt ab einem Stand von 2,20 Meter. Bisher hat das Wasser der Pleiße die Zwei-Meter-Marke allerdings noch nicht erreicht.

Anfang des Jahres wurde in Leipzig ein Hochwassernotstand ausgerufen. An mehreren Stellen rings um die Messestadt drohten Deiche zu brechen. Damals wurde die Alarmstufe 3 ausgegeben, nachdem der Pegel der Weißen Elster über die 3-Meter-Marke stieg.

aku

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