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Lokales Schwieriger Wechsel: Kita-Initiative befürchtet neue Probleme bei Kinderbetreuung in Leipzig
Leipzig Lokales Schwieriger Wechsel: Kita-Initiative befürchtet neue Probleme bei Kinderbetreuung in Leipzig
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20:40 12.01.2014
Eine Begrüßung in der Kita fällt laut Kita-Initiative für manche Dreijährige aus. Beim Wechsel von den Tageseltern in eine öffentliche Einrichtung gibt es offenbar Probleme. Quelle: Andreas Döring
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Leipzig

Hintergrund: In Sachsen sollen Tageseltern in der Regel Kinder nur bis zur Vollendung des dritten Lebensjahrs in Obhut nehmen. „Sie sind für die Betreuung älterer Kinder nicht ausgebildet“, ergänzt die Kita-Initiative. „Teilweise wohl auf Bitten des Jugendamts und mit Ausnahmegenehmigungen“ verlängerten einige Tageseltern dennoch ihre Verträge wegen der großen Nachfrage um ein paar Monate. Denn der Wechsel von der Tagespflege in eine öffentliche Einrichtung gestaltet sich offenbar schwieriger, als es der seit August 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz vermuten lässt.

„Besonders betroffen sind Eltern, deren Kinder zwischen Januar und Mai geboren wurden“, teilt die Kita-Initiative mit und erklärt: „Da die Kita-Gruppen meist zwischen August und Oktober neu zusammengestellt werden, passen diese Kinder häufig nicht in die Planungen.“

In Leipzig sei ein großer Teil der fehlenden Plätze für die Unter-Dreijährigen durch die Tagespflege kompensiert worden, berichtet das Netzwerk. Weil bislang vor allem über die Situation der Kleinkinder gesprochen wurde, sei angenommen worden, dass die Kita-Plätze für die Älteren gesichert sind. Aktuelle Beschwerden von Eltern zeichneten nun ein anderes Bild: „Hier scheint ein Problem akut zu werden, das von den politisch Verantwortlichen vor allem in den Kommunen nicht bedacht oder bewusst missachtet wurde“, kritisiert die Initiative.

Dies bringe Familien in eine prekäre Situation, wenn sie zwischen Arbeitsplatz und Kinderbetreuung wählen müssten. Auch für den kommunalen Haushalt könnten sich Risiken ergeben: „Durfte sich die Stadt bisher noch in Sicherheit wiegen, von einer Klagewelle nach dem 1. August 2013 verschont zu bleiben, könnte dies nun bald anders werden“, mutmaßt die Kita-Initiative. Es sei anzunehmen, dass sich ein Großteil der betroffenen Mütter und Väter, die nun zu Hause bleiben müssten, den Verdienstausfall erstatten lassen. „Auch können Eltern hier verlangen, dass die Stadt die ungleich höheren Kosten einer privaten Betreuung übernimmt.“ Dafür ist nach Ansicht des Netzwerks vermutlich keine Klage nötig, ein Mahnverfahren gegen die Stadt könnte schon wirksam sein.

maf

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