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Schwimmhalle Leipzig-Mitte droht Schließung - 150.000 Euro für Sofortreparaturen notwendig

Schwimmhalle Leipzig-Mitte droht Schließung - 150.000 Euro für Sofortreparaturen notwendig

Die Decke ist marode, durch die Fenster pfeift der Wind - die Schwimmhalle Mitte in der Leipziger Kirschbergstraße hat ihre besten Tage lange hinter sich. „Um die Halle nach 2010 sicher weiter betreiben zu können, müssen mindestens 150.000 Euro in Reparaturarbeiten investiert werden", sagt Joachim Helwing, Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder GmbH.

Weil es rein regnete, musste das Dach bereits im vergangenen Jahr geflickt werden. Noch aus steht jetzt die Erneuerung der Unterhangdecke. Auch die Chlorungsanlage und der Wärmeaustauscher müssen gewechselt werden. „Wir freuen uns jeden Tag darüber, dass er uns nicht um die Ohren fliegt", beschreibt Helwing die Situation. Die Umkleidekabinen entsprechen nicht mehr den heutigen Standards, durch die zugigen Fenster wird die Energierechung in die Höhe getrieben.

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Die Decke ist marode, durch die Fenster pfeift der Wind - die Schwimmhalle Mitte in der Leipziger Kirschbergstraße hat ihre besten Tage lange hinter sich. „Um die Halle nach 2010 sicher weiter betreiben zu können, müssen mindestens 150.000 Euro in Reparaturarbeiten investiert werden", sagte Joachim Helwing, Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder GmbH am Montag.

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Doch ob die Handwerker anrücken, steht noch in den Sternen. Die acht Schwimmhallen und fünf Freibäder der Stadt werden von der Leipziger Sportbäder GmbH betreut. Für deren Betrieb schießt die Stadt Geld aus dem Haushalt zu. Die jeweilige Summe ist im Bäderleistungsfinanzierungsvertrag geregelt. Ende Februar verhandelt der Stadtrat über die finanzielle Unterstützung für 2010. Anders als die anderen Sportstätte, die im Besitz der GmbH sind, ist die Schwimmhalle Mitte bislang nur von der Stadt gepachtet. Bereits 2008 sollte sie geschlossen werden. Das wurde abgewendet, in dem der Stadtrat den jährlichen Zuschuss für alle Bäder um 200.000 Euro auf 4,5 Millionen Euro erhöhte. Doch laut Etatentwurf stehen für 2010 erneut nur 4,3 Millionen Euro bereit - zu wenig um alle Schwimmbäder der Stadt sicher betreiben zu können. "Nach Abschluss der Ausbesserungsarbeiten könnten Schulsport, Vereine und Badegäste die Schwimmhalle noch sechs bis acht Jahren nutzen", so Helwing weiter. Dann sei eine komplette Sanierung notwendig. „Dabei könnte im Außenbereich ein Flachwasserbecken gebaut werden", beschreibt der Geschäftsführer seine Zukunftsvisionen. Doch momentan werde für andere Projekte dringender Geld benötigt. Ganz oben auf der Liste steht die Grünauer Welle, die mittlerweile elf Jahre alt ist. „Für die nächsten zwei Jahre benötigen wir für das Objekt eine halbe Million Euro." Auch die Schwimmhallen in Schönefeld und Leutzsch müssen saniert werden und sollen 2011 im Mittelpunkt der Planungen stehen. Momentan ist die Schwimmhalle in der Kirschbergstraße aber das größte Sorgenkind. „Wir wollen diesen Standort unbedingt erhalten", so Helwing. Die notwendigen Reparaturarbeiten könnten mit Beginn der Sommerferien beginnen und sollten im Herbst abgeschlossen sein. Der Schwimmunterricht der Schulen müsste dann einige Wochen später beginnen, würde aber immerhin stattfinden können. Die Schließung des Standortes Mitte ist aber nicht die einzige Konsequenz aus der Kürzung der Zuschüsse. Notfalls müsse auch über die Einsparung von Personal nachgedacht werden. Damit müssten die Öffnungszeiten noch weiter eingeschränkt werden. Bereits jetzt klagen etliche Leipziger, die Hallenzeiten nicht mit ihrem Tagesablauf in Einklang bringen zu können. Gerade am Wochenende würden viele Halle schon jetzt viel zu früh schließen. Die Schwimmhalle in der Kirschbergstraße steht derzeit nur sieben Stunden pro Woche für den öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung. Dennoch zählte die Sportbäder GmbH im vergangenen Jahr rund 30.000 Besucher mehr als in den Jahren zuvor. Einzig beim Schulschwimmen wären die Zahlen rückläufig. 10.000 Kinder weniger hätten innerhalb das Sportunterrichts eine Schwimmhalle besucht. „Das macht uns traurig", so der Geschäftsführer. Eine Ursachenanalyse hätte man aber noch nicht betrieben.

Anne-Kathrin Sturm

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