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Lokales Schwimmhalle Schönefeld ab Montag wieder offen – zwei weitere Projekte in Vorbereitung
Leipzig Lokales Schwimmhalle Schönefeld ab Montag wieder offen – zwei weitere Projekte in Vorbereitung
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12:31 14.10.2016
Die Schwimmhalle Nordost.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Vom Montag an geht die Schwimmhalle Nordost in Schönefeld nach viermonatiger Teilsanierung wieder in Betrieb. Das Gebäude in der Schönefelder Allee ist die letzte von sechs Hallen des sogenannten Typs Anklam, die in wesentlichen Teilen erneuert wurden. Im Frühjahr 2017 beginnt die Erweiterung der Schwimmhalle Kirschbergstraße um ein Flachwasserbecken. Bis 2024 soll es zwei weitere 25-Meter-Hallen geben.

Schwimmhalle Schönefeld: Etwa 400.000 Euro haben die Leipziger Sportbäder, die acht Hallen und fünf Freibäder in Auftrag der Stadt betreibt, in die Modernisierung der Halle investiert. So sind in den vergangenen vier Monaten die Sanitär- und Umkleidebereiche erneuert, die Wärmedämmung verbessert, die Anlage für die Wassererwärmung ausgetauscht worden. Komplett neu ist die nun dreifachverglaste Fensterfront, es gibt neue Oberlichter aus einer hochwärmegedämmten Isolierverglasung. Sportbäder-Geschäftsführer Joachim Helwing: „Aus betrieblicher Sicht war uns wichtig, die Energiebilanz weiter zu optimieren.“ Das erfolgte gemeinsam mit den Stadtwerken, die zwölf Mast- und vier Fassadenleuchten im Außenbereich sowie die Besucherräume im Inneren mit lichtstarker LED-Beleuchtung ausgestattet haben. „Die LED sparen rund 60 Prozent der Energiekosten für Licht und sorgen zudem für eine bessere Ausleuchtung und angenehme Atmosphäre“, betont Abteilungsleiter Stephan Klan von den Stadtwerken. Das Becken ist nicht neu – es war noch dicht. Schwimmen steht ab Montag also nichts mehr im Wege: „Mikrobiologisch ist das Wasser einwandfrei“, so André Kolbe vom Gesundheitsamt. Noch nicht fertig ist der neu gestaltete Außenbereich samt Parkplatz, da erfolgen erst im Laufe der nächsten Woche Asphaltarbeiten.

Schwimmhalle Kirschbergstraße: Die Modernisierung der Schwimmhalle Mitte, die um ein Flachwasserbecken erweitert wird, startet im Frühjahr 2017. Kosten: 5,7 Millionen Euro, davon rund 2,18 Millionen Euro aus der investiven Sportförderung des Freistaates Sachsen. Derzeit laufen Planungen, die Unterlagen für die Baugenehmigung sind eingereicht. Helwing: „Wir gehen davon aus, dass die Halle bis Mai 2017 geöffnet bleiben kann, weil zunächst Roh- und Tiefbauarbeiten beginnen.“ Die Wettkämpfe werden dann in die Halle Schönefeld verlagert. Der Schwimmsportverband Leipzig hat dafür sogar eine neue Lautsprecheranlage spendiert.

Geplanter Neubau Otto-Runki-Platz: Leipzig hat einen enormen Bedarf an weiteren Wasserflächen. „Wir haben jetzt den Arbeitsauftrag des Stadtrates, zwei neue Hallen mit 25-Meter-Bahnen zu errichten“, so Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Über einen Neubau am Otto-Runki-Platz, der den Leipziger Osten aufwerten soll, wird der Stadtrat am 26. Oktober entscheiden. Vorgesehen ist eine Halle mit sechs wettkampftauglichen 25-Meter-Bahnen, einem Lehrschwimm- und Kinderplanschbecken sowie einer Sauna, falls finanzierbar. SPD und Linke plädieren für einen mehrgeschossigen Mehrzweckbau, in dem Gastronomie, Spielplatz und sogar ein Supermarkt untergebracht werden. Intern heißt es, dass die Fläche dafür aber zu klein ist. Zumal der Freistaat kaum Fördermittel für einen Supermarkt ausreicht. Befürchtet wird zudem, dass sich der Neubau, der bis 2020 fertig sein soll, durch die Idee eher verzögert. Eine weitere Halle im Süden folgt bis 2024 – dafür gibt es aber noch keine konkrete Fläche.

Parken am Freibad Schönefeld: LVZ-Leser Andreas Barden und andere kritisieren, dass die Parksituation im Sommer am Freibad schwierig ist. Der in den 1980er Jahren fürs Bad gebaute kleine Parkplatz an der Friedrichshafener Straße ist hoffnungslos überfüllt, auch durch die benachbarten Kleingärtner. Die Leser hoffen, dass das Rathaus über den Winter an der Lösung des Problems arbeitet. „Beim Umbau 2014 sind uns nur vier Behindertenparkplätze genehmigt worden“, so Helwing. Die Zufahrt sei schwierig, weil sich das Bad im Landschaftsschutzgebiet befinde. Deshalb habe man zusätzliche Fahrradbügel installiert. Es sieht keine Möglichkeit, zusätzliche Parkflächen für Autos zu schaffen.

Von Mathias Orbeck

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