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Lokales Sebastian Krumbiegel will in Flüchtlingscamp in Mali übernachten
Leipzig Lokales Sebastian Krumbiegel will in Flüchtlingscamp in Mali übernachten
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12:47 13.01.2010
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Berlin

An diesem Sonntag breche er für fünf Tage in den Wüstenstaat auf, dort übernachte er im Camp statt im Hotel. Die Nähe zu den Flüchtlingen sei ihm wichtig: „Wir schlafen in denselben Hütten und essen denselben Mais“. Mit seinem Besuch wolle er auf die Not der Afrikaner aufmerksam machen, deren Armut auch durch die Erste-Welt-Staaten verursacht sei. „Wir leben auf deren Kosten.“

Es sei wichtig, dass in Deutschland innere Barrieren gegenüber den Afrikanern abgebaut würden, sagte Krumbiegel. Anstatt Angst vor ihnen zu haben, sollte man Einwanderer als kulturelle Bereicherung verstehen.

Krumbiegel gilt als politisch engagierter Künstler. Der Leipziger setzt sich immer wieder für soziale Projekte oder Kampagnen gegen Rechtsradikalismus ein, etwa „Gesicht zeigen!“. Auch ins Ausland reist er immer wieder, um in Deutschland auf dortiges Elend aufmerksam zu machen. So sei er vor eineinhalb Jahren in Vietnam gewesen und habe dort das Schicksal von Minenopfern aus nächster Nähe gesehen, sagte er. Bei der Bundespräsidentenwahl 2009 war Krumbiegel von der sächsischen SPD als Mitglied der Bundesversammlung nominiert worden.

dpa

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