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Lokales Selbstmorde und Eingemeindungen – Stadt Leipzig stellt neues Nachschlagewerk vor
Leipzig Lokales Selbstmorde und Eingemeindungen – Stadt Leipzig stellt neues Nachschlagewerk vor
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18:42 27.05.2013
Frauke Gränitz, Autorin des Buches „Daten und Fakten der Leipziger Stadtgeschichte“. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Und der gibt Aufschluss über die verschiedensten Facetten der Messestadt – von Todesfällen durch Infektionen oder Selbstmorde über die Einwanderung von Kaufleuten bis hin zu Lebensmittelpreisen und Wohnungsbeständen.

„Dieser Band ist ein weiterer wichtiger Baustein, da nicht alles in den ersten vier Ausgaben untergebracht werden konnte“, sagte Verwaltungsbürgermeister Andreas Müller (SPD) über die von der Historikerin Frauke Gränitz zusammengestellte Edition. „So ein Werk war bislang in seiner Repräsentativität in Leipzig nicht vorhanden. Auch deutschlandweit gibt es nur wenig Vergleichbares“, sagte Verleger Gerald Diesener, Leiter des Leipziger Universitätsverlages.

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Ansicht der Johanniskirche in Leipzig. Quelle: Andr Kempner

Auf rund 500 Seiten und in elf Kapiteln hat Frauke Gränitz ihre Recherche-Ergebnisse zusammengetragen. Das Ergebnis: 309 Tabellen, die sich unter anderem den Themen Verkehr, Bildung, Religion, Kultur, Gesundheit, Verwaltung und Wahlen widmen. „In dem Band finden sich viele Details, an die man nicht sofort denkt. Da wird’s interessant. Da kann man dann weiterdenken“, sagte Gerald Diesener. Beispielsweise gibt es eine Tabelle, die neu entstandene Wohnungen in der Zeit zwischen 1895 und 1929 nach der Zahl der beheizbaren Zimmer auflistet.

„Von besonderer Bedeutung“, hebt Autorin Frauke Gränitz hervor, „sind aber die Eingemeindungen, die Leipzig zwischen 1889 und 2000 erfuhr.“ In dieser Zeit wuchs die Messestadt von 21 auf 297 Quadratkilometer. Der größte Schwung erfolgte im Jahr 1999 als sich Leipzig im Vergleich zum Vorjahr um 110 Quadratkilometer vergrößerte.

Bei ihrer Arbeit konnte die Leipzigerin nicht immer auf statistische Quellen wie zum Beispiel Jahrbücher zurückgreifen. Denn das sogenannte statistische Zeitalter setzte erst mit dem 19. Jahrhundert ein. „Für die Zeit davor habe ich zum Beispiel Leipziger Adressbücher und Stadtarchivquellen hinzugezogen“, gewährte Gränitz Einblicke in ihre Recherche.

Eine weitere Lücke in der Überlieferung bildeten die 1970er- und 1980er-Jahre, in denen kein einziges Jahrbuch der Stadt veröffentlicht wurde. Zudem erschwerte die Verschlüsselung von Daten eine Auswertung und machte sie zum Teil sogar unmöglich. Ebenfalls zu Verlusten führte die Auflösung von Dienststellen und die damit einhergehende teilweise Vernichtung statistischen Materials im Zuge der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung. In diesem Zusammenhang fragte Gränitz auch direkt bei ehemaligen Mitarbeitern aus dem Gebiet Stadtplanung an.

Der Band „Daten und Fakten der Leipziger Stadtgeschichte“ ist ab sofort zum Preis von 69 Euro im Handel erhältlich. „Die Hälfte der 400 Exemplare wird sicherlich an Institutionen wie beispielsweise Bibliotheken gehen“, glaubt Verleger Diesener. Dort könnte das Werk dann auch eingesehen werden.

Patricia Liebling

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