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Lokales Sendemast im Messegrund erreicht nächste Woche finale Höhe von 191 Metern
Leipzig Lokales Sendemast im Messegrund erreicht nächste Woche finale Höhe von 191 Metern
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18:01 21.10.2015
Weithin sichtbar: Der 170 Meter hohe Gittermast des Funkturms, auf den nächste Woche noch die 21 Meter messende Antennenanlage kommt.   Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 Der neue Funkriese im Messegrund soll im Frühsommer 2016 zunächst probeweise auf Sendung und 2017 voll in Betrieb gehen. Nachdem bisher unklar war, wann genau die Anlage zugeschaltet wird, haben jetzt die Deutsche Telekom und die Media Broadcast GmbH diese Angaben gemacht.

Wie berichtet, war kürzlich der 170 Meter messende Gittermast nahe der Kreuzung Zwickauer Straße/Richard-Lehmann-Straße von Fachleuten der Berliner Firma Steffens & Nölle vollendet worden. In der nächsten Woche sollen die Antennenanlagen auf den Stahlkoloss kommen, so dass die finale Höhe von 191 Metern erreicht wird. Telekom-Sprecher Georg von Wagner sagte, per Hubschrauber würden dann nacheinander die drei Segmente des rot-weiß gestrichenen GFK-Zylinders auf die Mastspitze gesetzt. GFK steht für glasfaserverstärkten Kunststoff, aus dem die Röhre besteht. Sie ummantelt verschiedene Antennen. Konkreter als in der Vergangenheit äußerten sich die Telekom und die Media Broadcast GmbH als künftiger Betreiber auch zu den Programmen, die über die Anlage künftig ausgestrahlt werden.

Demnach wird in rund 180 Meter über Grund eine Antenne zur Verbreitung von digitalem terrestrischen Fernsehen (DVB-T) installiert, die auch für den neuen DVB-T2-Standard gerüstet ist. Mit ihm können hochaufgelöste Bilder im sogenannten HD-Format bereitgestellt werden. Offenbar soll das ab Juni 2016 zunächst in einer Einführungsphase erfolgen. Hintergrund: Zur Fußball-Europameisterschaft, die am 10. Juni 2016 startet, wollen ARD und ZDF die Spiele in HD-Qualität übertragen und dabei auch das Antennenfernsehen in Leipzig bedienen. Ab 2017 werde der DVB-T2-Regelbetrieb mit dem neuen Funkturm aufgenommen, hieß es von Media Broadcast. Das sei mit einem deutlich größeren Programmangebot verbunden. Hinzu komme ebenso die Multithek, ein TV-Portal, welches das klassische Fernsehen mit dem Internet verbinde.

Lange wurde darüber spekuliert, ob der Turm, der nach seiner Vollendung das höchste Bauwerk im inneren Stadtgebiet ist, auch für den Hörfunk genutzt wird. Media Broadcast bestätigte das nun. In dem GFK-Zylinder direkt über der Mastspitze, also in rund 170 Meter Höhe, wird eine Antenne für Digitalradio (DAB +) platziert. Wenn der Funkriese 2017 auf volle Leistung geht, hat der derzeit als Sendebasis verwendete Schornstein auf dem Stadtwerke-Gelände an der Arno-Nitzsche-Straße ausgedient. Samt Antennen ragt die Esse rund 190 Meter auf.

Leipzigs höchstes Bauwerk bleibt auch nach der Fertigstellung des markanten Funkturms im Messegrund der Schornstein des Stahl- und Hartgusswerkes in Knautnaundorf mit 205 Metern. Gittermasten für funktechnische Zwecke gab es im Leipziger Stadtgebiet schon einmal. Unweit des jetzigen Standortes wurden 1926 auf dem damaligen Messegelände zwei solche jeweils 105 Meter hohe Konstruktionen von der Mitteldeutschen Rundfunk AG errichtet und bis 1932 verwendet.

Von Mario Beck

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