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Lokales Senioren-Residenz Amalie: Stadt verhandelt über Neubau
Leipzig Lokales Senioren-Residenz Amalie: Stadt verhandelt über Neubau
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00:35 22.07.2015
Amalie-Residenz in Leipzig-Paunsdorf (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Im Streit um die Zukunft der Amalie-Seniorenresidenz in Paunsdorf ist auch ein Neubau in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standortes eine Option. Das erklärte Burkhard Jung (SPD) gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Nach Wochen erhitzter Debatten schlug der Oberbürgermeister versöhnliche Töne an. „Wir haben versucht, eine Lösung zu finden, die auf keinen Fall auf dem Rücken der älteren Bewohnerinnen und Bewohner ausgetragen wird“, sagte Jung. „Ich habe jetzt den Eindruck, dass der Eigentümer mit uns nach einer sozialverträglichen Lösung sucht. Wir wollen in den nächsten Jahren eine Ersatzlösung schaffen und das durch einen Umzug erledigen. Wir haben einen Bauplatz vis-à-vis angeboten, der dann offiziell im Wohngebiet liegt. Man könnte innerhalb von drei, vier Jahren so ein Haus stemmen.“

Wie berichtet, sind sich Eigentümer und Stadt uneins über den Status des Seniorenheims. Das Bauordnungsamt hatte verfügt, dass das Gebäude in der Schongauerstraße 41 nicht mehr als Betreutes Wohnen genutzt werden dürfe und die 130 Bewohner deshalb bis zum 1. April 2016 ausziehen müssten. Die Wohnanlage, seit 1998 als Betreutes Wohnen betrieben, sei mit den Vorgaben für das Gewerbegebiet, auf dem sie sich befindet, nicht vereinbar. Allerdings hatte die Stadt selbst die Einrichtung in einer 2009 veröffentlichten Broschüre vorgestellt. Das Bauordnungsamt will erst im Oktober 2013 von der unzulässigen Nutzung erfahren haben.

Nachdem die Situation zwischen Eigentümer und Stadt zwischenzeitlich eskaliert war und das Thema auch in der Öffentlichkeit Wellen schlug, verhandelt die Verwaltung nun mit dem Eigentümer. Belastungen für die Senioren sollen vermieden werden. Diese sollen nach Möglichkeit nicht ausziehen, der Eigentümer soll aber auch keine neuen Dauermieter mehr aufnehmen. Eine umstrittene Duldungsverfügung wird ausgesetzt.

Mathias Orbeck, Björn Meine und Klaus Staeubert

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