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Lokales Seniorenberaterin: „Immer bewegen und rausgehen“
Leipzig Lokales Seniorenberaterin: „Immer bewegen und rausgehen“
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22:00 14.11.2017
Quelle: RND
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Leipzig

Aktiv, selbstständig und mobil sein – das wünschen sich die meisten Senioren für ihren Alltag. Doch gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit bleiben sie manchmal lieber zu Hause – die Angst vor nassen oder glatten Straßen und Diebstählen ist größer. „Ich empfehle immer, sich zu bewegen und rauszugehen, auch wenn’s in Begleitung ist“, sagt Hannelore Mueller. Die 74-Jährige ist eine von neun Seniorensicherheitsberatern, die für die Stadt ehrenamtlich tätig sind. Denn die Senioren wissen selbst am besten, auf welche Herausforderungen ältere Menschen im Alltag treffen. Am größten ist die Angst vor Taschendiebstahl und Angriffen. Wie man sich am besten davor schützt, darüber informieren Berater in Vorträgen, für die sie zum Beispiel von Vereinen und Altenheimen eingeladen werden. Aber auch für die Mobilität hat Hannelore Mueller Tipps: „Wichtig sind wetter- und trittfeste Schuhe mit Profil und auch ein Stock, der nicht wegrutscht. Tragen Sie das Portemonnaie am Körper und nehmen Sie nur das mit, was Sie wirklich brauchen“, rät die Rentnerin. Um sich gegen Überfälle zu schützen oder auch um Hilfe holen zu können, empfiehlt sie einen Taschenalarm. Die kleinen elektronischen Geräte, die bereits ab zehn Euro in Elektro- und Baumärkten erhältlich sind, lösen im Notfall einen extrem lauten Signalton aus. Wer sich unterwegs schwer tut mit der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, zum Beispiel mit den modernen Fahrkartenautomaten, dem empfiehlt Hannelore Mueller die Mobilitätsberatung der LVB. Dort werden die Teilnehmer im richtigen Verhalten in Bussen, Bahnen und an Haltstellen geschult. Grundsätzlich ist es auch empfehlenswert, regelmäßig alle Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät und Rollator zu überprüfen. Spezielle Seniorenhandys mit SOS-Taste können unterwegs zusätzlich für ein sicheres Gefühl sorgen.

Von Nadine Marquardt

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