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Lokales Sexueller Missbrauch: Leipziger bleibt in Haft
Leipzig Lokales Sexueller Missbrauch: Leipziger bleibt in Haft
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00:18 14.07.2017
Der Bundesgrichtshof in Leipzig bestätigt das Urteil gegen Gerhard Oswald M. aus Leipzig unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Schutzbefohlenen in vier Fällen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Leipzig

Das Urteil gegen Gerhard Oswald M. aus Leipzig unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Schutzbefohlenen in vier Fällen ist rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) verwarf gestern das Revisionsgesuch des Mannes. Das Landgericht Leipzig hatte den heute 57-Jährigen Ende September 2016 mit einer sechsjährigen Gefängnisstrafe belegt.

Wie zu Beginn der Revisionsverhandlung verlesen, lebte Gerhard Oswald M. von 2000 bis 2013 in häuslicher Gemeinschaft mit seiner Ehefrau und seinen beiden Stieftöchtern. In der Familie soll er eine beherrschende Stellung besessen und diese leidlich ausgenutzt haben. So habe er sich zwischen Dezember 2006 und Anfang 2008 mehrfach an dem älteren Mädchen vergangen, von August 2009 bis Januar 2011 mehrfach an ihrer jüngeren Schwester. Erwähnt wurde unter anderem ein sonntägliches Duschritual. „An den Angaben der Geschädigten kann kein Zweifel bestehen“, betonte die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Andrea Sewtz.

Der Angeklagte hatte über seinen Verteidiger angebliche Mängel am Urteil des Landgerichts moniert. Demnach sei es fraglich gewesen, ob die jüngere Stieftochter zu einigen Tatzeitpunkten nicht bereits 16 war. Der Vorsitzende Richter am BGH Norbert Mutzbauer erklärte daraufhin, dass der rechtliche Schutz der Mädchen bis zu ihrem 18. Lebensjahr gelte. Grund sei der besonders festzustellende Missbrauch des Abhängigkeitsverhältnisses durch ihren Stiefvater. Schwere Rechtsfehler an dem Urteil der Vorinstanz sah Mutzbauer keine. Der Schuldspruch bleibt deshalb bestehen.

Matthias Klöppel

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