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Lokales Sicherheitsbedenken bei Prozess gegen Neonazi Istvan R. - Polizeischutz für Zeugen
Leipzig Lokales Sicherheitsbedenken bei Prozess gegen Neonazi Istvan R. - Polizeischutz für Zeugen
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00:02 26.02.2011
Der Angeklagte R. hatte sich erfolglos für die NPD als Kandidat bei der vergangenen Kommunalwahl aufstellen lassen. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

, der bei den jüngsten Stadtratswahlen erfolglos für die NPD kandidiert hatte, ging es um den Vorwurf der Körperverletzung bei einem Überfall auf Gäste des Alternativen Jugendzentrums Bunte Platte (AJZ) vor rund vier Jahren in Grünau.

Die Justiz hatte Tumulte befürchtet, nachdem es 2008, als R. in einem gesonderten Verfahren am Amtsgericht wegen Beleidigung angeklagt und freigesprochen wurde, zu Straßenschlachten zwischen Links- und Rechtsextremen gekommen war. Am Landgericht habe es am Freitag "keine besonderen Vorkommnisse" gegeben, sagte dessen Sprecher Hans Jagenlauf. Die Sicherheitsvorkehrungen hätten Wirkung gezeigt. Laut Juliane Nagel, Stadträtin der Linken, seien aber sowohl Zeugen als auch Besucher des Prozesses bedroht worden. Einige Personen hätten unter Polizeischutz aus dem Gerichtsgebäude geleitet werden müssen.

Im Gerichtssaal seien die Zeugen durch die Anwälte des Neonazis nach Nagels Angaben in äußerst aggressiver Art befragt worden. Die Berufungsverhandlung wird am 7. März mit der Anhörung weiterer Zeugen fortgesetzt.

Das Amtsgericht hatte Istvan R. in erster Instanz im März 2010 der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen und eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 30 Euro verhängt (die LVZ berichtete). Demnach soll er nicht selbst Hand angelegt, Gewaltaktionen aber unterstützt und Opfer am Verlassen des Tatorts gehindert haben. Gegen das Urteil hatten R. und ein Mitangeklagter Rechtsmittel eingelegt.

S.K.

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