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Lokales Silvester am Connewitzer Kreuz weitgehend ruhig - Spontandemo Richtung Leipziger City
Leipzig Lokales Silvester am Connewitzer Kreuz weitgehend ruhig - Spontandemo Richtung Leipziger City
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11:22 01.01.2013
Ein Großaufgebot der Polizei stand Silvester am Connewitzer Kreuz Feiernden und Demonstranten gegenüber. Quelle: Dirk Knofe
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Gegen 0.20 Uhr bildete sich dann eine Spontandemo mit rund 200 Teilnehmern. Der Zug bewegte sich über die Karl-Liebknecht-Straße Richtung City und wurde von der Polizei in Höhe Steinstraße gegen 1 Uhr gestoppt.

Mit Lautsprecheransagen forderte die Polizei die Demonstranten auf, die Straße frei zu machen. Im Laufe des Abends hatte es auch einige Festnahmen gegeben. "Polizisten wurden mit Steinen beworfen", schilderte Voigt auf Anfrage von LVZ-Online. Die Beamten seien aus dem Demonstrationszug heraus auch mit Feuerwerkskörpern attackiert worden. Vier Polizisten wurden leicht verletzt, ein Einsatzfahrzeug sei geringfügig beschädigt worden, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit.

Leipzig. Die Polizei in Leipzig rüstet sich für die Silvesternacht: Mit mehreren Hundertschaften soll am Dienstag der Jahreswechsel in der Messestadt abgesichert werden. Eingreifen wollen die Beamten aber nur im Notfall. „Wir setzen auf Deeskalation“, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf am Montag gegenüber LVZ-Online. Im Bereich des Connewitzer Kreuzes gilt am Abend ein Alkoholverbot.

Polizei nimmt vier Personen in Gewahrsam

Nach den Aktionen habe es zahlreiche Platzverweise gegeben. Bei der Durchsuchung verschiedener Personen habe die Polizei Marihuana und nicht zugelassene Feuerwerkskörper sichergestellt. Gegen 1.25 Uhr griff die Polizei ein, als Unbekannte in der Wolfgang-Heinze-Straße einen Container in Brand stecken wollten. Am Ende wurden drei junge Männer im Alter von 18, 20 und 24 Jahren sowie eine 25-jährige Frau in Gewahrsam genommen, so die Polizei weiter. Zehn Strafverfahren wegen Körperverletzung, sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.

Im Vorfeld war auch die Rede davon, dass gegebenenfalls Wasserwerfer bereit stünden. "Die haben wir nicht gebraucht", so das Fazit von Sprecher Uwe Voigt. Aus Sicht der Polizei sei die Strategie der Deeskalation aufgegangen.

Auf dem Augustusplatz feierten in der Nacht nach Schätzungen der Polizei rund 10.000 Menschen den Jahreswechsel. Im Stadtgebiet insgesamt wurden Strafverfahren gegen 18 Personen eingeleitet. Dabei ging es ebenfalls unter anderem um Körperverletzung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sowie um Brandstiftung. Die Tatverdächtigen seien meist betrunken gewesen.

Am Connewitzer Kreuz rollte der Verkehr gegen 3 Uhr wieder. Die Stadtreinigung hatte schon gegen 1.45 Uhr mit dem Fegen begonnen.

Großer Aufwand vor dem Jahreswechsel

Mit großem Aufwand hatten Polizei und Stadt die Silvesternacht am Connwitzer Kreuz vorbereitet. Halteverbotsschilder wurden aufgestellt, Briefkästen dicht gemacht, LVB-Haltestellen umgebaut: Die Verglasung wurde gegen Metallgitter getauscht, um Schäden abzuwenden. Polizeipräsident Bernd Merbitz hatte angekündigt, wie in den vergangenen Jahren auf Deeskalation zu setzen.

 „Wir sind nicht auf Konfrontation aus, sondern auf Kommunikation“, hatte der Polizeipräsident im Vorfeld erklärt. Allerdings ist die Polizei mit einem Großaufgebot von fünf Hundertschaften aus Bereitschaftspolizei und Polizeidirektion Leipzig im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Merbitz wollte sich mit Einsatzleiter Lutz Rodig in der Silvesternacht selbst ein Bild von der Situation in Connewitz machen.

lyn

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