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Lokales Situation für Wohnungslose in Leipzig „nahezu aussichtslos“
Leipzig Lokales Situation für Wohnungslose in Leipzig „nahezu aussichtslos“
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20:37 17.10.2017
Die Situation für Wohnungslose in Leipzig ist schwierig. (Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Für Wohnungslose in Leipzig wird es immer schwieriger, eine neue Bleibe zu finden. Die Suche nach sozialhilferechtlich verfügbaren Wohnungen für Wohnungslose in Leipzig sei inzwischen „nahezu aussichtlos“, heißt es von der AG Recht auf Wohnen, einem Netzwerk von sozialen Trägern und den Stadtratsfraktionen von Grünen und Linken. Betroffen seien vor allem „Alleinstehende mit Mietrückständen oder anderen Problemlagen“. Diese sind laut AG Recht auf Wohnen „nicht mehr in Wohnungen in angemessener Größe vermittelbar, auch will es diese Wohnungen in sozialhilferechtlicher Größe und Standard nicht in ausreichender Anzahl gibt“. Ein weiterer Grund: Wohnungen mit Sozialbindungen seien von einst über 20.000 Stück auf rund 300 zurückgegangen.

Das Netzwerk will am 23. Oktober mit einem Friedensgebet mit dem Titel „Wohnen – mit Mietvertrag kein Problem“ (17 Uhr in der Nikolaikirche) auf die Situation von Wohnungslosen aufmerksam machen. Außerdem fordert die AG Recht auf Wohnen die Stadt Leipzig zu stärkeren Anstrengungen auf, „Menschen mit sozialen Mehrfachproblemlagen nach Wohnungslosigkeit wieder in eine Wohnung zu vermitteln“. Zudem sieht das Netzwerk Fehler bei den umliegenden Kommunen: Diese machten kein Angebot für Wohnungslose, sondern würden stattdessen auf die Stadt Leipzig verweisen. Dies überlaste das dortige Notfallsystem und reiße zudem die Menschen „aus ihrem verbliebenen sozialen Umfeld“.

Daneben fordert das Netzwerk größere Anstrengungen beim sozialen Wohnungsbau, eine bessere gesundheitliche Betreuung und eine Stärkung von präventiven Angeboten. Zudem sei für eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Angeboten und eine gezielte Hilfestellung „eine umfassende Statistik notwendig“. Daneben sieht die AG die Gefahr von „sozialen Problemquartieren“. Um dies zu vermeiden, sollten auch in Zeiten absoluter Konkurrenz um Wohnungen „die Bedarfe von finanziell benachteiligten Gruppen gleichberechtigt angesehen und behandelt werden“. Dazu gehörten auch die „gezielte multiethnische Besiedlung der Stadtquartiere“.

luc

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